Der Senat sagt seit Mitte dieses Jahres Daddelhallen mit dem bundesweit schärfsten Gesetz den Kampf an. Doch Glücksspieltrickser hebeln das Automatenverbot geschickt aus.
Seit 2. Juni sind Betreibern von Spielhallen kaum noch Anträge auf Neueröffnung genehmigt worden. Allein in Spandau bekamen 18 von 19 Geschäftemachern von den Behörden eine Absage. Denn: Der Mindestabstand zur nächsten Halle, zu Schulen, Kitas und Jugendclubs muss 500 Meter betragen. Neueröffnungen sind daher kaum noch möglich.
Nun tricksen die Glücksspiel-Ritter. Sogenannte Café-Kasinos und Automaten-Cafés schießen wie Pilze aus dem Boden. Experten gehen von mehreren Hundert in der Stadt aus. Der SPD-Politiker Daniel Buchholz: „Die Antragsteller weichen auf konzessionsfreie Läden mit drei Automaten aus. Trick Nummer 2: Oftmals werden gleich drei Café-Kasinos nebeneinander eröffnet. Besucher können dann auch noch hindurchlaufen. Und schon befindet man sich wieder in einer Spielhalle.“
Die rot-schwarze Koalition will diese Tricksereien nicht länger dulden. Schon im neuen Jahr soll das Landesrecht verschärft werden. Buchholz: „Wir prüfen rechtlich, ob die Zahl der Automaten verringert oder der Mindestabstand zwischen zwei Kasinos auf 500 Meter erhöht wird.“ In Berlin sind mittlerweile 37 000 Männer und Frauen spielsüchtig.

Mehr als zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in einer Szene-Bar in Friedrichshain ist die Polizei möglicherweise dem Täter auf der Spur. Mehr...
Metin K. wurde durch einen Kopfschuss getötet. Polizei prüft mögliches Beziehungsdrama. Mehr...

Wegschauen, pöbeln, rasen – auf der Suche nach dem Anstand: Hier die ganze Serie! Mehr...
Auf der Spur von Rockern, Araber-Clans und der Vietnam-Mafia Mehr...