Albtraum Gas-Explosion. In Lichtenberg ist dieser Horror am Sonntag wahr geworden. Das Dach eines Miethauses in der Straße Alt Friedrichsfelde wurde weggefetzt. Der Mieter unter den Trümmern begraben.
Der Schornstein des Hauses war zum Geschoss geworden. Fette Stein-Brocken liegen im Innenhof. Mieter aus dem Vorderhaus laufen aufgeregt herum. Sie können noch nicht fassen, was für ein unglaubliches Glück sie hatten. Sie sind unversehrt, während ein einzelner Mann unter dem Dach um sein Leben kämpft.
Eine 44 Jahre alte Verkäuferin hat am frühen Freitagmorgen einen bewaffneten Räuber in Berlin-Kreuzberg in die Flucht geschlagen. Der mit Schal und Kapuze maskierte Mann hatte mit vorgehaltener Schusswaffe in einem Spätkauf in der Urbanstraße Bargeld verlangt. Als die Frau dem nicht nachkam, schlug der Unbekannte mehrmals mit der Waffe auf ihren Kopf, wie die Polizei mitteilte. Die 48-Jährige wehrte sich aber unter Einsatz von Pfefferspray, weshalb der Täter ohne Beute flüchtete. Die Frau erlitt leichte Kopfverletzungen.
„Es hat einen Knall gegeben, und dann kam auch schon die Decke runter“, sagt Karl Buchholz (50). Er hat ein Büro unter der Unglückswohnung. Buchholz: „Ich dachte zuerst, irgendein großer Gegenstand sei ins Haus gekracht.“
Zu der heftigen Explosion kam es etwa gegen 15 Uhr. „Wir konnten den Verschütteten wenig später orten“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Knapp zwei Stunden dauerte es, bis die Retter ihn aus dem Berg von Schutt und dicken Steinen geholt hatten. Er war ansprechbar, aber schwer verletzt. Sanitäter und Notarzt kümmerten sich um den Mann. Er kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

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