Die Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak (Linke) zeigte den Stinkefinger, 300 Demonstranten skandierten „Haut ab“ und „Wir kriegen euch alle“. Die rechte Splitterpartei „Pro Deutschland“ marschierte mit 45 Knallköpfen den zweiten Tag durch Berlin. Erneut kamen 1800 Polizisten zum Einsatz.
Und die ließen nichts anbrennen. Ob vor den linken Projekten „Köpi“ (Mitte) „RAW-Tempel“ oder „XB-Liebig“ (beides Friedrichshain) – überall sperrten Beamte Straßen ab, ließen Autonome nicht in Wurfnähe. So blieb es bei einer Festnahme. Lediglich am Rathaus Kreuzberg waren vier „Pro Deutschland“-Gegner mit ihren Politiker-Ausweisen wenige Meter an die Rechtspopulisten herangekommen. Neben Wawzyniak auch die Berliner Abgeordneten Björn Eggert (SPD), Hakan Tas (Linke), Turgut Altug (Grüne). Beamte gingen dazwischen.
Innensenator Frank Henkel (CDU) zeigte sich zufrieden: „Das Einsatzkonzept der Polizei ist aufgegangen.“ Henkel machte sich wie Polizei-Chefin Margarete Koppers selbst ein Bild vor Ort. Sonnabend hatte „Pro Deutschland“ vor drei Moscheen mit Mohammed-Karikaturen demonstriert. Muslime waren aufgefordert, Ruhe zu bewahren. Bis auf wenige Steinwürfe hielten sie sich dran. SCHA
1800 Polizisten sind am Samstag im Einsatz, um die Rechtsradikalen mit ihren antiislamischen Spruchbändern vor der As-Sahaba-Moschee und anderen islamischen Gotteshäusern von Gegendemonstranten zu trennen.
Foto: dpa

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