Überraschendes Ergebnis einer Umfrage: Die große Mehrheit der EU-Bürger will nicht wieder zu einer nationalen Währung zurück, sondern den Euro behalten.
Die Frage, ob ihr Land die frühere nationale Währung wieder einführen sollte, bejahten nur 39 Prozent der Deutschen. In Frankreich (26 Prozent), Spanien (25 Prozent) und Italien (28 Prozent) war die Zustimmung noch deutlich geringer.
Das französische Ifop-Institut hatte im Auftrag von vier großen europäischen Zeitungen 4000 Bürger in den vier Ländern befragt, die mit insgesamt 254 Millionen Bürgern 76 Prozent der Bevölkerung in der Euro-Zone stellen.
Um die Gemeinschaftswährung zu stärken, fordert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mehr Kompetenzen für die EU-Kommission. Es müsse gewährleistet sein, dass nicht „jeder Nationalstaat die Entscheidungen blockieren kann“.
Im „Spiegel“ schlug Schäuble vor, den Präsidenten der EU-Kommission direkt wählen zu lassen. Außerdem müsse das EU-Parlament gestärkt werden, indem es das Recht zu Gesetzesinitiativen bekommt.
Wenn mehr Macht von der deutschen an eine europäische Regierung übertragen werden soll, könne es binnen fünf Jahren eine Volksabstimmung über eine neue deutsche Verfassung geben, so der Minister.
Allen Krisen-Szenarien zum Trotz: Auch in England gibt es Überlegungen, das Pfund abzuschaffen und den Euro einzuführen. Der frühere britische Premier Tony Blair: „Wenn alles geklärt ist und Europa sich wieder nach vorne bewegt, dann hat Großbritannien eine sehr interessante Wahl zu treffen.“

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