Schon wieder ein Sex-Skandal in einem deutschen Traditionsunternehmen: Die Bausparkasse „Wüstenrot“ spendierte Mitarbeitern eine Reise an die Copacabana – und soll sie mit Bussen direkt in den Puff gekarrt haben.
Über Monate hinweg hatte das Unternehmen die Mitarbeiter angestachelt: Wer gut arbeitet, sollte etwas ganz Besonderes erleben. Und diese Belohnung gab es dann im April: Die besten 51 „Wüstenrot“-Vertreter des Jahres fuhren nach Brasilien. Eine 200.000 Euro teure Reise, Prostituierte inklusive.
Mit einem weißen Reisebus fuhr die Truppe direkt zum Bordell „Barbarella“ an der Copacabana. „Die Bustüren gingen auf und etwa die halbe Gruppe stieg aus, inklusive Bereichsleiter und Direktoren“, erzählte ein Mitarbeiter dem „Handelsblatt“.
Und weiter: „Ich habe nur gedacht: Das kann ja wohl nicht sein, dass uns die Wüstenrot hier zum Puff kutschiert.“ Doch etwa 20 Mitarbeiter vergnügten sich in dem Sex-Club, einige sollen auch Prostituierte mit auf ihr Hotelzimmer genommen haben.
Der Finanzkonzern „Wüstenrot & Württembergische“ bestätigte den Zeitungsbericht am Montag, wies aber ausdrücklich darauf hin, dass der Bordell-Besuch kein Teil des Reiseprogramms gewesen sei. Außerdem sei dort kein Geld des Konzerns geflossen, das habe eine Überprüfung der Reisekasse und der Unternehmenskreditkarten ergeben.
„Uns ist die Botschaft wichtig, dass wir diese Ausschweifungen in keinster Weise irgendwie organisiert oder unterstützt haben“, sagte ein Sprecher. Eine erste Konsequenz des Skandals: Künftig gibt es Belohnungsreisen nur noch innerhalb Deutschlands.
Zuletzt hatte die Hamburg-Mannheimer-Versicherung mit Sex-Reisen für Schlagzeilen gesorgt. Hier wurden die Vertreter mit wilden Sex-Partys belohnt.

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