Nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets durch das syrische Militär am Freitag wird der Ton zunehmend rauer: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Dienstag damit gedroht, bei weitern Zwischenfällen mit Gewalt zurückzuschlagen.
„Die Einsatzregeln für die türkischen Streitkräfte haben sich geändert“, erklärte Erdogan. „Jedes militärische Element, das sich von Syrien aus der türkischen Grenze nähert und ein Sicherheitsrisiko und eine Gefahr darstellt, wird als Bedrohung und als militärisches Ziel betrachtet.“
Die beherrschte Reaktion der Türkei auf den Abschuss eines türkischen Kampfjets durch syrische Truppen solle nicht als Schwäche verstanden werden, sagte Erdogan. In deutlichen Worten warnte er vor weiteren Provokationen.
So wertvoll, wie die Freundschaft der Türkei sei, so gewaltig und vernichtend sei ihr Zorn, sagte Erdogan. „Wir werden weiter eine brennende Qual für all die Kreise sein, die gegenüber der Türkei eine feindliche Haltung eingenommen haben“, sagte er mit Blick auf Syrien.
Auch die NATO hat sich am Dienstag zu dem Abschuss des türkischen Kampfjets geäußert. Die NATO-Mitglieder verurteilten den Aschuss auf einer Sonderssitzung in Brüssel „aufs Schärfste“ und bezeichneten ihn als „nicht hinnehmbar“.
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach der Türkei die Solidarität des Bündnisses aus, Vergeltungsmaßnahmen sprach er allerdings nicht an. Die NATO beobachte die Situation genau, sagte Rasmussen.

150 Jahre SPD: Zum Festakt in Leipzig kam nicht nur Kanzlerin Angela Merkel, auch Alt-Kanzler Gerhard Schröder erschien zu den Feierlichkeiten. Mehr...
Warum umgibt sich ein Kanzlerkandidat mit einer Mannschaft? Diese Frage stellt sich, seitdem Peer Steinbrück die ersten Mitglieder seines Kompetenzteams vorgestellt hat. Mehr...

Mit der Aktion „#Fitchthehomeless“ soll die Marke angegriffen werden – jetzt gibt es heftige Kritik von Obdachlosen. Sie wollen nicht für die Kampagne instrumentalisiert werden. Mehr...
