Drei feministische Aktivistinnen der ukrainischen Menschenrechtsorganisation Femen demonstrierten am Sonntag auf der Hamburger Reeperbahn.
Foto: dpaSo sieht feministischer Protest selten aus: Mit blanken Brüsten, Netzstrümpfen, Latex-Höschen und Dildos zogen am Sonntagmorgen drei Aktivistinnen von Femen über den Kiez.
Die Frauenrechtlerinnen aus der Ukraine schwenkten Plakate mit Sprüchen wie „Prostitution is modern Fascism“ (Prostitution ist moderner Faschismus) und „Sex-Slavery is Fascism“ (Sex-Sklaverei ist Faschismus). Dazu brüllten sie Parolen in gebrochenem Englisch.
Die Organisation, die schon durch barbusigen Protest auf dem Petersplatz für Schlagzeilen sorgte, hatte sich eine ganz besondere Provokation überlegt: Die Frauen trugen Hitlerbärte, aufgemalte Armbinden mit abgewandelten Hakenkreuzen, vor der Herbertstraße posierten sie mit Hitlergruß (ist in Deutschland strafbar).
Zwei Polizisten nahmen etwas verschämt die Personalien auf. Über den Hitlergruß sahen sie großzügig hinweg. Die wenigen Passanten, die so früh schon auf der Reeperbahn unterwegs waren, nahmen die Aktion wohlwollend auf.
Femen-Proteste vor dem KGB-Hauptquartier in Minsk
Foto: dpaVielleicht gibt’s den Nackt-Protest in Hamburg bald öfter zu sehen: Am Sonnabend hatten die drei auf Kampnagel einen Workshop über ihre Aktionsformen geleitet.

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