Das Blutvergießen in Syrien nimmt kein Ende: Regierungstruppen haben am Samstag einen Großangriff zur Wiedereinnahme der Wirtschaftsmetropole Aleppo gestartet.
Viertel der Großstadt (etwa 1,7 Millionen Einwohner) werden derzeit von den oppositionellen Rebellen kontrolliert. Die Regierung kämpft mit Panzern und Kampfhubschraubern dagegen an. Mindestens drei Aufständische sollen getötet worden sein.
Wie ein Aktivist berichtet, sind etwa 1.000 Kämpfer der Freien Syrischen Armee nach Aleppo geeilt, um die Rebellen bei der Verteidigung der von ihnen gehaltenen Gebiete zu unterstützen. Das Regime bezeichnete die Aufständischen als Terroristen.
Vor dem Angriff auf Aleppo hatte die syrische Regierung bereits mit einer schnellen Gegenoffensive einen Aufstand in Damaskus niedergeschlagen. Dabei setzte sie auf schwere Waffen und Hausdurchsuchungen. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben.
Chef des syrischen Olympia-Teams in Angst um Familie
Der Angriff auf Aleppo sorgt unterdessen auch für Besorgnis bei den syrischen Olympia-Teilnehmern. Teamchef Maher Chajata zeigte sich besorgt um seine Familie: Seine Angehörigen seien in der Stadt im Norden des Landes eingeschlossen.
Kritik an der Regierung in Damaskus äußerte er allerdings nicht. „Ich bin Sportler, kein Politiker“, sagte Chajata. „Jeder weiß - dort sind Bewaffnete und die Streitkräfte versuchen, die Leute zu beschützen.“
Die Aufständischen aus Aleppo zu vertreiben, sei möglicherweise ein Weg, das Blutvergießen in Syrien zu stoppen. „Es gibt zwei Seiten in dieser Auseinandersetzung“, sagte Chajata. „Eine kämpft, um an die Macht zu kommen, und die andere will die Sicherheit in dem Land aufrechterhalten.“

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