Grüne Männchen, Laser-Kanonen, angreifende Ufos – bisher eher der Stoff, aus dem Hollywood intergalaktische Streifen inszeniert. Doch offenbar forschte auch die Bundesregierung in den Tiefen des Weltalls. Das jedenfalls sollen bisher geheime Bundestags-Ufo-Akten belegen.
Das Dossier, das „Welt Online“ zugespielt wurde, ist eine Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages mit dem Titel „Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischen Lebens“. Darin heißt es: „Es liegt nahe, dass sich deutsche Behörden und Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.“
Bedürfnis an Untersuchungen
Die Wissenschaftler des Bundestages unterfüttern ihre Behauptungen mit dem Fakt, dass Deutschland während des Kalten Krieges genau an der Grenze zwischen Ostblock und dem westlichen Bündnis lag: „In militärischer Hinsicht könnte durchaus ein Bedürfnis bestanden haben, Berichten oder Erscheinungen von Ufos nachzugehen und diese zu untersuchen."
Von Akten sei nichts bekannt
Eine Erscheinung hatte der für diese Belange zuständige Staatssekretär Peter Altmaier (CDU) bisher indes nicht. Eine Anfrage nach Steuergeldern für Ufo-Akten des FDP-Abgeordneten Hartfrid Wolff bügelte er 2008 ab: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über Sichtungen sogenannter Ufos bzw. Außerirdischer in Deutschland vor.“ Entsprechende Akten seien nicht vorhanden – so die Regierungshaltung.
Geheime Archive
Dass Angela Merkel und Co. allerdings doch spacemäßig unterwegs sind, davon ist Robert Fleischer, Ufo-Experte und Koordinator der Bürgerinitiative „Exopolitik“, überzeugt: „Unglaubhaft, dass Deutschland keine Ufo-Akten haben soll. Immerhin haben schon 19 Länder weltweit ihre bislang geheimen Archive geöffnet.“
Auch Physiker Walter von Lucadou, Gründer der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg, hält deutsche Belange für E.T.-tauglich: „Natürlich haben die Militärs hohes Interesse an solchen Beobachtungen.“

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