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Dienstag, 10. Juli 2012

Einstweilige Verfügung: Papst lässt „Titanic“-Cover verbieten


Das aktuelle Cover des „Titanic“-Magazins. Den pikanten Teil haben wir unkenntlich gemacht.
Das aktuelle Cover des „Titanic“-Magazins. Den pikanten Teil haben wir unkenntlich gemacht.
Foto: titanic-magazin.de
Frankfurt/Main –  

Das ging dem heiligen Vater zu weit: Der Papst hat das aktuelle Cover des „Titanic“-Magazin verbieten lassen. Das deutsche Satire-Heft hat Benedikt XVI. mit gelbem Fleck auf der Soutane abgedruckt. Dazu die Überschrift: „Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!“

Das Magazin spielt damit auf die „Vatileaks“-Affäre um den Verrat von Interna aus dem Vatikan an. Der Papst konnte darüber gar nicht lachen, er fühlt sich durch das Cover in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt, hat eine einstweilige Verfügung gegen das Magazin erwirkt. Sie wurde am Dienstag vom Landgericht Hamburg erlassen.

Redaktion spricht von „Fanta“

Der Zeitschrift ist es nun verboten, Titelseite und letzte Seite der aktuellen Ausgabe abzudrucken. Denn nicht nur das Cover zeigt den Papst in peinlicher Pose: Auf der Rückseite sieht man den Papst von hinten, mit einem großen braunen Fleck auf dem Mantel. Dazu der Kommentar: „Noch eine undichte Stelle gefunden!“

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Die Redaktion weist jegliche böse Absicht von sich: „Benedikt muss uns missverstanden haben“, stellt Chefredakteur Leo Fischer auf titanic-magazin.de klar. Der Titel zeige einen Papst, der nach der Aufklärung der Spitzelaffäre feiert und dabei ein Glas Limo verschüttet habe: „Es ist allgemein bekannt, dass der Papst ein großer Freund des Erfrischungsgetränks 'Fanta' ist.“

Druckt „Titanic“ die entsprechenden Seiten weiterhin ab, wird ein Ordnungsgeld verhängt. Die Hefte, die bereits im Handel sind, müssen aber nicht zurückgezogen werden. Das Magazin akzeptierte die einstweilige Verfügung. Das Titelbild werde nicht mehr verbreitet, sagte Fischer am Dienstagabend.

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