Wegen der EHEC-Gurkenwarnung will ein spanischer Obst- und Gemüsehändler spätestens diesen Donnerstag in Deutschland vor Gericht ziehen.
Hintergrund sind mögliche Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe.
Die Hamburger Gesundheitsbehörde verweigere weiter die Akteneinsicht, teilte die Rechtsanwältin des spanischen Händlers, Sabine Pellens, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa mit. Sie werde einen Eilantrag beim Hamburger Verwaltungsgericht stellen. Pellens vertritt die Firma Frunet, einen großen Öko-Produzenten und Händler in der Provinz Málaga.
Mithilfe der Akten soll der Verdacht bewiesen werden, dass die Hamburger Gesundheitsbehörde vor der Nennung spanischer Gurken als EHEC-Träger die gesetzliche Sorgfaltspflicht vernachlässigt hat und vorgeschriebene Kontrollproben nicht entnommen wurden.
Auf den Gurken wurden zwar EHEC-Bakterien nachgewiesen. Diese waren aber von einem anderen Typ als der grassierende Erreger, wie Wissenschaftler später feststellten. Sollten sich die Vermutungen erhärten, droht unter Umständen eine Klage auf Schadensersatz in Millionenhöhe.

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