Donnerstag, 16. Februar 2012
Mega-Streik am Airport Frankfurt

Diese Berlin-Flüge fallen aus


Alle Flüge annulliert: So wie nach dem Vulkansausbruch auf Island im April 2010 könnte es bis Freitag am Frankfurter Flughafen aussehen.
Alle Flüge annulliert: So wie nach dem Vulkansausbruch auf Island im April 2010 könnte es bis Freitag am Frankfurter Flughafen aussehen.
Foto: dapd
Frankfurt (Main)/Berlin –  

Bittere Stunden für Urlauber und Geschäftsreisende, die auf ihren Abflug von Tegel nach Frankfurt planen: die Lufthansa hat bereits vor dem angekündigten Warnstreik an Rheinmain-Flughafen Frankfurt zunächst sieben wichtige - aber nicht alle - Verbindungen gestrichen. Die vorsorglichen Annullierungen betreffen Flüge bis zum Freitagmorgen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte einen Warnstreik ab Donnerstag 15 Uhr angekündigt, dann am Morgen nochmals nachgelegt: „Falls es kein Einsehen gibt, werden wir am Freitag von 8.00 bis 22.00 Uhr die Arbeit niederlegen“, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas.

Die Gewerkschaft vertritt zwar nur 200 Beschäftigte, die als Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen oder Flugzeug-Einweiser arbeiten streiken. Ohne sie können die Maschinen aber weder landen noch starten, die Passagiere können so weder die Flugzeuge besteigen noch verlassen. Folglich erwartet die Flughafen-Gesellschaft Fraport mit erheblichen Auswirkungen. Dennoch werde man aber auch am Freitag im Falle eines Streiks mindestens die Hälfte des geplanten Flugverkehrs aufrechterhalten.

Streik-Folgen: diese Berlin-Flüge sind betroffen

Gestrichen

Lufthansa-Flug 186 ab Frankfurt 15.35h

Betroffen sind von dem Streik zunächst alle Passagiere, deren Flüge über, von oder nach Frankfurt gebucht sind. Betroffen davon sind vor allem Lufthansa-Passagiere, aber auch Fernreisende, die mit außereuropäischen Airlines wie Air China, Air India oder South African Airways fliegen und in Frankfurt von oder nach Berlin umsteigen.

Da Frankfurt aber als Luftdrehkreuz mit Abstand die meisten Flüge in Deutschland abwickelt, könnten die Flugpläne auch der anderen Flughäfen von den Streiks betroffen sein. Passagiere sollten heute und morgen mögliche Verspätungen, Umbuchungen und schlimmstenfalls Annullierungen in Kauf nehmen.

Mehr dazu

Hintergrund des Streiks am Frankfurter Flughafen sind gescheiterte Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft lehnte einen Schlichterspruch des früheren Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust (CDU) ab. Die GdF fordert für ihre Mitglieder, die als Verkehrsdisponenten, Vorfeldlotsen oder Flugzeug-Einweiser arbeiten, verbesserte Arbeitsbedingungen und deutlich höhere Einkommen.

JS/dpa/dapd

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