Emden unter Schock: Samstag wurde die elfjährige Lena in einem Parkhaus im Zentrum der ostfriesischen Kleinstadt getötet. Es war ein Sexual-Verbrechen, bestätigte die Polizei am Montag.
Montagabend kamen rund 1200 Emdener zu einem Trauermarsch für das ermordete Kind. Am Parkhaus legten viele Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Um 18 Uhr gab es in Emden eine Schweigeminute.
Suche nach dem Täter
Unterdessen fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Gesucht wird nach einem männlichen Tatverdächtigen, der dunkel gekleidet war. Es soll sich dabei um einen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen handeln.
Derzeit gebe es 40 Hinweise aus der Bevölkerung, so Werner Brandt, Leiter der Mordkommission. Eine 40-köpfige Mordkommission werte zudem das Material aus der Videoüberwachung des Parkhauses aus, in dem das Mädchen am Samstagabend tot aufgefunden worden war.
Angaben, wonach ein gleichaltriger Junge zusammen mit Lena ins Kino gehen wollte, bestätigte die Polizei nicht. Die Mutter des Mädchens habe ausgesagt, dass die beiden sich am Samstag um 17 Uhr zum Entenfüttern in die Wallanlagen aufgemacht hätten.
Dort habe der Junge das Mädchen plötzlich verloren. Der Junge sei „berührt über die Situation, dass sie weg war“, erklärte Brandt. Ob der Junge den Täter dort gesehen hat, war zunächst unklar. Der Junge stehe noch unter Schock und seine Aussagen seien lückenhaft.
Polizei sucht Zeugen
Nach Polizeiangaben fuhr der Junge nach dem Verschwinden von Lena nach Hause und berichtete seinen Eltern von dem Vorfall. Die wiederum kontaktierten die Familie des Mädchens, worauf die Mutter mit der Suche nach ihrer Tochter begann.
Ein Parkwächter fand die Leiche des Mädchens am Samstagabend in einem Parkhaus, das an ein Kino grenzt.
Die Polizei durchsuche das Gebiet im Radius von einem Kilometer um das Parkhaus herum „im Hinblick auf jedweden Gegenstand“, wie Brandt sagte. Nach welchem Gegenstand sie suchten, sagte er nicht.

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