Sie forderten ihre toten Verwandten zurück: Hunderte Hinterbliebene des Gefängnisbrands in Honduras haben ein Leichenschauhaus gestürmt. Sie knackten die Kühlcontainer und öffneten einige Leichensäcke.
Bei dem Brand Mitte Februar waren 359 Gefängnisinsassen gestorben. Als einige Leichen am Montag auf die Straße gelegt wurden, gerieten die Hinterbliebenen in Rage. Dann stürmten sie das Leichenschauhaus.
Die Polizei setze Tränengas ein, um die wütenden Angreifer zu vertreiben. Verletzt wurde dabei niemand. Eine Frau sei jedoch ohnmächtig geworden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Seit dem verheerenden Feuer verharren Verwandte und Freunde der Toten vor dem Leichenschauhaus. Sie wollen die Toten würdevoll begraben. Ein Team von Forensikern aus ganz Lateinamerika konnte bislang 32 Leichen identifizieren. 16 davon wurden den Familien übergeben.

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