Ein fauliger Geruch an Bord hat Fluggäste in Indonesien auf die Palme gebracht. Der Gestank sei nicht auszuhalten, beschwerten sich Passagiere und verlangten noch vor dem Start, wieder aus der Maschine gelassen zu werden, wie das Nachrichtenportal detik.com berichtete.
„Wir saßen schon, aber wir wollten wieder raus, weil der Gestank so schlimm war“, sagte einer der Passagiere dem Nachrichtenportal. Der Übeltäter: eine Durian, auch Stinkfrucht genannt.
Die amerikanische Zeitschrift Reader's Digest hat ein paar beunruhigende Fakten von Flugkapitänen großer amerikanischer Airlines erfahren. Einer gibt zu Protokoll: „Ich bin dazu angehalten, weniger Kerosin zu tanken als es mir lieb ist. Der Grund: Alle Fluggesellschaften versuchen Geld zu sparen. Je mehr Kerosin ich im Tank habe, desto mehr verbrauche ich auch wegen des Gewichts. Bei Gewitter oder anderen Verspätungen kommt es vor, dass der Tank nicht reicht. Dann muss ich einen alternativen Flughafen ansteuern.“
Foto: plattypus_of_new_york/FlickrDurians sind wegen ihres strengen Geruchs berüchtigt, aber in weiten Teilen Asiens heiß geliebt. Sie sind etwa so groß wie eine Kokosnuss und haben in einer dicken Schale gelbliches schmieriges Fruchtfleisch. Sie werden roh gegessen oder zu Pudding gekocht. In Flugzeugen und Hotels sind sie verboten, weil der Geruch einer einzigen Frucht die Luft ganzer Etagen verpesten kann.
Die Besatzung des Lion Air-Flugs von Medan nach Jakarta habe sich der Passagierrevolte gebeugt und die Leute wieder an die frische Luft gelassen, berichtete detik.com. Sie entfernte die Frucht, lüftete und hob mit einer Stunde Verspätung ab.
dpa

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