Ihr Körper ist abgemagert, die Haut von blauen Flecken und Einstichmalen übersäht. An einem Bein hat sie einen schmutzigen Verband, sie trägt ein abgenutztes Höschen. Ihr Blick: starr. Er erzählt viel von einem Leben nahe am Abgrund, von Drogenabhängigkeit, von Prostitution.
Das Portrait von Maria aus der Ukraine: Es ist ein echtes Schocker-Foto! Das Bild bewegt, macht nachdenklich. Und es gehört zu den besten Pressefotos des Jahres, ausgezeichnet am Freitag in Amsterdam.
Gemacht hat das Bild der Fotograf Brent Stirton. Er hat Maria dort fotografiert, wo sie täglich ihren Körper verkaufen muss. Maria hat diesen Raum in Kryvyi Rig im Zentrum der Ukraine angemietet, um ihre Freier empfangen zu können. Sie sagt, dass sie das Geld braucht: für sich und ihre Drogensucht, aber auch für ihre neunjährige Tochter.
Neben dem Portrait von Maria wurden beim World Press Photo die Aufnahmen von 56 weitere Fotografen aus 24 Ländern ausgezeichnet. Das laut Jury beste Foto hat Samuel Aranda aus Spanien gemacht. Es zeigt eine verschleierte Frau, die einen verwundeten, nackten Angehörigen im Arm hält. Das Bild entstand im Oktober 2011 im Jemen: in einer Moschee, die als Nothospital genutzt wurde.
Bilder, die Geschichten von persönlichen Schicksalen erzählen, von Katastrophen und Zerstörung: Die besten Pressefotos des Jahres 2011 sind alle etwas besonderes und erzählen eine Geschichte. Wir zeigen eine Auswahl der prämierten Aufnahmen.

Es ist erst der dritte bekannte Fall, bei dem ein Mensch ohne Sicherheitsausrüstung über den Niagarafällen in die Tiefe stürzte und überlebte. Mehr...
Weil er seinen homosexuellen Mitbewohner beim Liebesspiel filmte und dies über Twitter verbreitete, wurde ein Student in den USA schuldig gesprochen. Mehr...
Der 28 Jahre alte Ex-Student Sebastian T. ließ seinen Anwalt im Landgericht Leipzig eine knapp zehnminütige Erklärung verlesen. Dabei wurden brutale Details der Tat bekannt. Mehr...
