Mittwoch, 15. Februar 2012
Iris (52) empfiehlt

„Trau dich in den Swingerclub“


Autorin Iris Bücker im Swingerclub „Cäsars Palace“.
Autorin Iris Bücker im Swingerclub „Cäsars Palace“.
Foto: Dieter Staniek
Düsseldorf –  

„Wenn man die Wahl hat zwischen zwei Sünden, würde ich die nehmen, die ich noch nicht kenne.“

Nach diesen Motto lebt Ex-Model, Tantra-Masseurin, Hausfrau und jetzt auch Buchautorin Iris Bücker. Die „Sünde“, die die 52-jährige Düsseldorferin noch nicht kannte, waren die Swingerclubs. Inzwischen kennt sie die Szene in und auswendig. Und hat ein Buch darüber geschrieben: „Trau dich in den Swingerclub – der 1. Swingerclub-Knigge“.

Bücker: „Über Freunde bin ich in die Szene gekommen. Ich war solo, neugierig, hatte Lust, es auszuprobieren und keine Schwellenangst.“

Ihre wichtigsten Erfahrungen? Bücker: „Alles kann, nichts muss. Nettiquette ist Trumpf. Wer f... will, muss freundlich sein.“ Sie sieht die Clubs vor allem als Frauendomäne: „Hier bestimmt die Frau, was sie möchte und vor allem, was sie nicht möchte. Wenn sie »Nein« sagt, muss das sofort und uneingeschränkt akzeptiert werden.“

So ein Club sei schließlich kein Bordell. Was der „Sexpertin“ besonders gefiel: „Es gibt einen Dresscode - nackt ist man hier nicht. Ich fand es schön, Dessous zu tragen. Was übrigens auch die Männer machen.“ Ein absolutes Muss in den Clubs sei übrigens die Körperhygiene. Und - wer betrunken ist, kann rausfliegen.

Hat sie nie Schamgefühle gehabt? Iris: „Im Club bleibt, auch wenn’s verrückt klingt, die Intimsphäre gewahrt.“

Ihr kuriosestes Erlebnis? „Ich habe ein Paar kennengelernt, das im Swingerclub Goldene Hochzeit gefeiert hat. Die zwei hatten ihr Leben lang eine andere Auffassung von Treue. Was offenbar nicht immer verkehrt sein muss. Devise: Liebe will, dass es dem anderen gut geht!“

Außerdem müsse es nicht immer zur Sache gehen. Da „swingend“ nicht gleich „zwingend“ sei, hole sich so manches Paar hier einfach nur Appetit. Bücker: „Gegessen wird dann zu Hause.“

Und jetzt sucht sie was für länger...
Die strammen Jungs einer Blaskapelle  aus Kiefersfelden trugen Iris beim „Bus voller Bräute“  schon auf Händen.
Foto: Hans-Dieter Budde

So ganz zwingend glücklich scheint Iris Bücker dann doch nicht mit den ständigen fliegenden Wechseln zu sein. Jetzt ist sie vom Swingerclub direkt in den „Bus voller Bräute“ gelandet. Und sucht dort ihren Traummann - quasi etwas für länger.

Der Bräute-Bus ist eine neue Dating-Doku auf Vox. 20 einsame Großstadtfrauen touren quer durch die deutsche Provinz auf der Suche nach Mr. Big. An bestimmten Haltestellen dürfen die Frauen den Bus verlassen. Wenn sie denn den dort wartenden männlichen Kandidaten gefallen.

Ausgestrahlt wird die Doku ab dem 27. Februar. Gedreht wird schon seit geraumer Zeit. Swinging-Iris ist noch im Bus. Immerhin - im oberbayerischen Grenzort Kiefersfelden wurde sie schon auf Händen getragen – von einer Blaskapelle.

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