Horror für ein Mädchen aus Ismaning bei München: Die 17-Jährige wurde in einer gefälschten Todesanzeige für tot erklärt. Die Anzeige war vor wenigen Tagen angeblich im Namen der Angehörigen in der „Süddeutschen Zeitung“ erschienen, obwohl das Mädchen noch lebt, wie das Blatt in seiner Samstag-Ausgabe berichtet.
Was steckt dahinter?
Vermutlich sei die Anzeige von einem Stalker aufgegeben worden, heißt es. Das Mädchen werde schon seit Monaten mit Anrufen und Internetnachrichten verfolgt. Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen. „Es handelt sich um eine gefälschte Anzeige“, bestätigte ein Sprecher der Polizei am Freitagabend in München. Zu den Hintergründen wolle er sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.
So gingen der oder die Kriminellen vor
Die Todesanzeige hatte der Täter dem Zeitungsbericht zufolge online aufgeben und dabei eine E-Mail-Adresse angegeben, die den Namen des Vaters des Mädchens trug. Offenbar sei er mit hoher krimineller Energie vorgegangen, heißt es in einer Stellungnahme der SZ-Anzeigenabteilung, aus der die Zeitung zitiert.
Man bedauere den Vorgang sehr. „Für uns war in keiner Weise erkennbar, dass hier jemand mit falscher Identität operiert. Wir haben alle Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, die üblich sind.“ Nachdem sich der Vater des Mädchens bei der Anzeigenabteilung gemeldet habe, seien alle Unterlagen an die Polizei übergeben worden.

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