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Sonntag, 29. Juli 2012

Start der Synchronspringer: Hausding erklärt: So fliegen wir ins Glück


Patrick Hausding (vorne) und Sascha Klein liegen synchron in der Luft.
Patrick Hausding (vorne) und Sascha Klein liegen synchron in der Luft.
Foto: dpa
Berlin –  

Die Medaille ruft. Schon vor vier Jahren haben Berlins Patrick Hausding und Dresdens Sascha Klein zusammen Olympia-Silber im Turm-Synchronspringen geholt. Klappt es am Donnerstag wieder? Ist vielleicht sogar noch eine Steigerung drin?

Kaum zu glauben: „Im Jahr machen wir nur vielleicht dreihundert Sprünge zusammen“, sagt der Patrick. Sechs davon sollen am Donnerstag perfekt klappen. Der Ablauf ist dann immer derselbe. Hausding erklärt ihn hier.

• Der Weg nach oben: „Das Einzige, was man mitnimmt ist ein Lappen. Der ist unser bester Freund und wird auch nicht so schnell ausgewechselt. Man gewöhnt sich an die Farbe. Wenn man einen neuen hat, klaut man manchmal aus versehen dem Gegner seinen.“

• Die direkte Vorbereitung: „Auf einem flacheren Turm proben wir in letzter Minute vor dem Wettkampf noch einmal den Absprung, ohne dass wir tatsächlich abspringen. Weil wir die Sprünge verschieden angehen – vorwärts oder rückwärts – macht das Sinn. Dann gehen wir auf den 10-Meter-Turm.

Wenn der Piff kommt, gebe ich das Kommando „vor“. Dann gehen wir zur Turmspitze. Die Bewegungen und Drehungen bis dorthin klappen ohne Kommando, aber auch die müssen schon perfekt synchron sein. Wenn Sascha seine Konzentrationsphase beendet hat und abspringen will, sagt er “fertig“. Wenn ich „und ab“ sage, geht“s los.“

• Der Absprung: „Man sieht im Augenwinkel sofort, ob der Sprung synchron wird. Sascha ist ja nur eineinhalb Meter von mir entfernt. Kleinigkeiten kann man für den Laien unsichtbar sogar noch korrigieren. Wenn ich zum Beispiel merke, dass er beim Einhalten des normalen Rhythmus eher vom Turm weg ist, kann ich weniger doll abspringen oder mich besonders beeilen.“

• Das Eintauchen: „Unter Wasser sehe ich sofort, wie gut Sascha eingetaucht ist. Wenn er nur einen Meter untergeht, war das Eintauchen sicher nicht optimal. Wer senkrecht eintaucht, taucht tiefer, weil der Gegendruck geringer ist.“

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