Auf seiner Brust prangt ein riesiges Tattoo: „Pain ist temporary, pride is forever“ (Qualen gehen vorüber, Ruhm ist für immer). Doch das deutsche Team hat Marcel Nguyen verboten, damit zu turnen.
Teamleiter Sven Karg: „Wir haben gemeinsam entschieden, dass er es aus ästhetischen Gründen unkenntlich machen soll.“ Eine Regel vom Weltverband gibt es nicht, doch Ästhetik fließt eben mit in die Bewertung ein.
Nguyen und Co. haben also Angst vor einer schlechteren Benotung, wenn auf seiner Brust Teile des riesigen Tattoos zu sehen sind. „Ich habe kein Problem damit, jetzt schminke ich es halt ab. Ich habe mir extra Camouflage Theaterschminke besorgt. Die hält auch beim Schwitzen.“
Diese Angst ist aber offenbar unbegründet. Christian Klaue, Sprecher des deutschen Olympia-Teams erklärt: „Wir haben uns beim IOC noch einmal erkundigt. Verboten sind nur religiöse und politische Botschaften, nicht Tattoos im Allgemeinen. Er muss es also nicht überdecken.“ Ob Nguyen beim nächsten Wettkampf mit oder ohne Tattoo zu sehen ist, bleibt abzuwarten.
Er selbst steht weiterhin auf das Motiv, hat sich die Tätowierung lange überlegt. „Ich fand den Spruch immer schon super.“

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