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Weihnachts-Drama in Amerika: Zwei Feuerwehrmänner bei Einsatz kaltblütig erschossen

Zu diesem Feuer wurden die Rettungskräfte gerufen.

Zu diesem Feuer wurden die Rettungskräfte gerufen.

Foto:

dapd

Webster -

Eine miesere Falle kann man sich kaum vorstellen: Ein Ex-Knacki hat am Heiligen Abend in Webster im US-Staat New York ein Haus und ein Auto in Brand gesteckt - und dann zwei Feuerwehrleute erschossen. Zwei weitere Retter und ein Passant wurden verletzt. Ein Polizist lieferte sich einen Schusswechsel mit dem Mann, der sich anschließend selbst tötete.

Offenbar eine Falle
„Es scheint, als sei es eine Falle gewesen“, sagte der örtliche Polizeichef Gerald Pickering. „Diese Leute stehen mitten in der Nacht auf, um Feuer zu löschen. Sie erwarten nicht, dass man auf sie schießt und sie tötet“, sagte er.

Die Feuerwehrleute waren am frühen Morgen zu einem Hausbrand am Ufer des Ontariosees gerufen worden. Als sie am Ort des Geschehens eintrafen, eröffnete der Mann das Feuer auf die zu Hilfe eilenden Einsatzkräfte. Zwei Feuerwehrleute starben noch vor Ort, zwei weitere und ein Passant, der ebenfalls angeschossen wurde, wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Opfer

Bei den ermordeten Rettern handelt es sich um Mike Chiapperini (43) und Tomas Kaczowka (19). Mike Chiapperini, im Hauptberuf Pressesprecher der örtlichen Polizei, arbeitete ehrenamtlich für die Feuerwehr. Kaczowka, ebenfalls freiwillig im Einsatz, war an den Feiertagen für ältere Feuerwehr-Mitglieder eingesprungen.

Polizist verhinderte weitere Todesopfer

Der erste Polizist, der am Brandort erschien, verfolgte den mutmaßlichen Schützen. Dabei kam es zu einem Schusswechsel, wie die Behörden erklärten. Der Polizist habe vermutlich vielen Menschen das Leben gerettet, sagte Pickering. Insgesamt seien bei dem Brand sieben Häuser zerstört worden. Ob es in ihnen weitere Opfer gebe, stehe zunächst nicht fest, sagte er. Wegen der Schüsse setzte die Polizei einen Panzerwagen ein, um mehr als 30 Bewohner des Wohngebiets in Sicherheit zu bringen.

Der Täter: ein Oma-Mörder

Der Täter, ein 62-jähriger Mann, hatte mehr als 17 Jahre im Gefängnis verbracht, weil er 1980 seine 92-jährige Großmutter erschlagen hatte. 1998 kam er auf Bewährung frei und lebte seither nach Behördenangaben unauffällig.