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Todesflug 4U9525 gebucht : Schumi III steht auf der Passagierliste, aber er lebt!

Michael Schumacher (r.) 2003 mit Stiefbruder Sebastian Stahl.

Michael Schumacher (r.) 2003 mit Stiefbruder Sebastian Stahl.

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AP

Neunkirchen -

Der Todesflug Germanwings 4U9525, 150 Menschen verloren ihr Leben. Auf der Passagierliste: Sebastian Stahl. So heißt auch der Stiefbruder des Ende 2013 beim Skifahren schwer verunglückten Renngotts Michael Schumacher (46). Schlug das Schicksal in seiner Familie zweimal in so kurzer Zeit zu?

Stahl machte sich als Schumi III auch im Rennsport einen Namen, ist Seat-Markenbotschafter und war jetzt gerade in Barcelona beim Werbedreh mit GZSZ-Star Janina Uhse und der Rockband „Donuts“. Die Angst ging um. Ist auch „der“ Sebastian Stahl unter den Absturz-Opfern?

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Nein, Schumi III lebt! Unsere Zeitung erreichte ihn in seiner Wohnung in Neunkirchen-Seelscheid. „Ja, ich lebe. Das ist der Wahnsinn, wie vielen Freunden und Bekannten ich das in den letzten Stunden sagen durfte. Ich bin schon 24 Stunden vorher mit derselben Germanwings-Maschine von Barcelona nach Köln geflogen“, erzählt Stahl.

Er landete sicher in Köln

„Aber ich hatte trotzdem unglaubliches Glück. Weil am Sonntag in Barcelona strömender Regen war, haben wir überlegt, einen Tag zu verlängern und am nächsten Tag zu drehen. Dann hätte ich umgebucht und wohl in der Unglücks-Maschine gesessen. Zum Glück war die Strecke nicht mehr gemietet.“

Er landete sicher in Köln, doch am Tag danach traf ihn „der Schock“. Stahl: „Mir ist ganz anders geworden, als ich vom Absturz hörte. Damit hätte ich nie gerechnet, dass so eine Maschine mal abstürzt. Ich bin ja auch direkt über diese Berge geflogen, wo die runtergegangen ist. Da habe ich schon ein Gebet gen Himmel geschickt.“ Die Nachricht zum Amok-Piloten entsetzt ihn: „Solche Probleme kann man gar nicht haben, so viele Unschuldige mit in den Tod zu reißen.“

Schumi III ist froh – und denkt in diesen Momenten natürlich auch an seinen Stiefbruder Michael: „Mich hat sein Ski-Unfall genauso hammerhart getroffen wie alle anderen Menschen, denen Michael etwas bedeutet. Ich sende ihm alle Kraft, die ich habe, damit er wieder gesund wird.“ Er selbst freut sich nun auf seinen nächsten Einsatz im Seat Leon Euro-Cup.