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Schwulen-Hetzjagd in Russland: Drag Queen näht sich den Mund zu – aus Protest!

Der Anfang des Videos. Barbie Breakout setzt die Nadel an.

Der Anfang des Videos. Barbie Breakout setzt die Nadel an.

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Screenshot

Berlin -

Es sind Bilder, die wachrütteln sollen. Eine Frau sitzt stumm vor einer Kamera und fängt an, sich mit Nadel und Faden den Mund zuzunähen. Blut läuft das Kinn herunter. In ihrem Blick: Verzweiflung. Die Frau ist in Wirklichkeit ein Mann, die Berliner Drag Queen Barbie Breakout.

Ihr Schock-Video macht derzeit im Netz die Runde. Die Botschaft des Streifens wird erst am Ende klar. Aus dem Off erklärt eine Stimme: „Seit die Russische Regierung unter Putin ihr Anti-Homo-Gesetz erlassen hat, sind Schwule, Lesben und deren Freunde Freiwild auf Russlands Straßen.“

Das Gesetz, von dem die Rede ist, wurde erst im Juli verabschiedet und verbietet „homosexuelle Propaganda“ unter Minderjährigen. Wer vor Jugendlichen, über Schwule oder Lesben redet, kann zu einer Geldstrafe verdonnert werden. Der Schwulen-Hass im Land wird sich weiter manifestieren, befürchten viele.

In einem Interview auf dem Youtube-Kanal von Charlotte Würdig erklärt die Drag Queen, welch enorme Hilflosigkeit sie gespürt hat. „Unsere Regierung schaut zu. Weltweit schauen die Regierungen zu. Keiner unternimmt was“, sagt sie dort. Ständig sähe sie im Internet Szenen, wie Schwule und Lesben förmlich gejagt würden auf russischen Straßen. Die Polizei würde nicht einschreiten. Sogar Todesfälle soll es gegeben haben.

Darum machte Sie das Video. Ihr Aufruf: „Lass dir deine Stimme nicht verbieten. Sag was. Mach den Mund auf.“ Die Reaktionen sind überwiegend positiv. „Tolles Statement - aber ich hätte mich das nicht getraut“, so heißt es in einem Facebook-Kommentar.

Dennoch ist das Video wohl nicht für jedermann geeignet. Auf Youtube wurde es wegen seiner expliziten Darstellung gelöscht. Sorgen muss sich aber niemand um das Gesicht von Barbie Breakout machen. „Mit geht's super. Ist alles verheilt. Waren ja nur sechs Stiche“, erzählt sie.



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