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15 Berliner Anbieter im Vergleich - Wo verkaufe ich mein Gold am besten?

Gold steht hoch im Kurs. Wer jetzt seinen Goldschmuck verkauft, kann einen guten Preis erzielen. Bevor man aber Kette oder Armband versilbert, sollten verschiedene Goldankäufer aufgesucht werden, denn die Preisunterschiede sind enorm.

Das ist das Ergebnis der Mystery-Shopping-Tests des Full-Service-Instituts für Markt und Kommunikationsforschung Hopp&Partner im Juni 2012 zum Thema Goldankauf. Verschiedene verdeckte Testkäufer (Mystery Tester) führten bei 15 ausgewählten Schmuck-Ankaufgeschäften in Berlin je drei Tests durch. Vom Tester – der sich als normaler Kunde verhielt – wurde Goldschmuck zum Verkauf angeboten. Der Ankäufer sollte den Schmuck taxieren und ein konkretes Kaufangebot abgeben.

Enormer Unterschied beim gebotenen Preis

Neben dem Kaufpreis wurden auch der äußere Eindruck der Filiale, die Professionalität der Wertermittlung sowie die Servicequalität beurteilt. So wurden von den Mitarbeitern der Geschäfte für einen hochwertigen Damenring Preise zwischen 70 Euro („Leihhaus Lohmann“, kauft auch Gold an)) und 1350 Euro („Exchange AG“) geboten. Ein enormer Preisunterschied!

Die besten Preise für Goldschmuck zahlen in Berlin die Filialen der „Exchange AG“ sowie das Geschäft „Goldshaker“. Einen sehr niedrigen Ankaufspreis boten die Geschäfte „Juwelier Gabriel“, „Goldschmiede Gorlt“ und „Der Gold Ankauf“.

Die Tester fanden auch heraus: Für den Kunden lohnt sich in der Regel das Nachverhandeln. In 62 Prozent aller Fälle konnten sie hierdurch einen höheren Ankaufspreis erzielen. Das zur Ermittlung des Goldgehalts notwendige Säureprüfverfahren wird nur in 13 Prozent aller Fälle durchgeführt. In jedem vierten Test wurde der Schmuck nicht einmal gewogen – dennoch wurde ein Ankaufangebot abgegeben.

Der Schmuck wurde oft nicht gewogen

Die Schätzung erfolgte in diesen Fällen also rein optisch durch die Mitarbeiter. Bei der Angabe von Gewicht und Legierung zeigten sich viele Ankäufer eher verschlossen:

Nur 46 Prozent nannten unaufgefordert das Gewicht, die festgestellte Art der Goldlegierung wurde immerhin von 64 Prozent der Mitarbeiter den Kunden mitgeteilt. Das genannte Gewicht der Schmuckstücke war in der Regel recht genau, lag im Durchschnitt jedoch drei Prozent unter dem tatsächlichen Gewicht.

Bei „Pro Aurum“ war die Abweichung zum realen Gewicht mit Abstand am größten. Die von den Mitarbeitern festgestellte Legierung erwies sich in 27 Fällen als richtig – in einem Fall wurde allerdings die falsche Legierung bestimmt. Die besten Ergebnisse in puncto subjektive Beratungsqualität, Freundlichkeit und fachliche Kompetenz erzielten „Goldschmiede Gorlt“, „Juwelier Gabriel“, „Goldshaker“ und „Leihhaus Lohmann“. Was Außen- und Inneneindruck des Ladengeschäftes betrifft, vermittelten der Goldankäufer „Pro Aurum“, „Juwelier Gabriel“ und das „Leihhaus Lohmann“ einen sehr guten bzw guten Eindruck.

Alle ermittelten Qualitätsmerkmale flossen in die Gesamtbewertung mit ein. Platz Eins belegte die „Exchange AG“, gefolgt von „Goldshaker“, „Schmuck mit Vergangenheit“ und „Pro Aurum“.



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