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25 000 Menschen starben - sie dankt dem Bomber: Berliner Femen-Aktivistin verhöhnt die Bomben-Opfer von Dresden

Eine Femen-Aktivistin demonstrierte in Dresden halbnackt mit dem Spruch „Thanks, Bomber Harris“

Eine Femen-Aktivistin demonstrierte in Dresden halbnackt mit dem Spruch „Thanks, Bomber Harris“

Foto:

Marcus Golejewski/Geisler-Foto

Dresden/Neukölln -

Femen wollen provozieren. Mit schockierenden Botschaften und blanken Brüsten. Jetzt sorgten sie in Dresden für einen Skandal. War eine Neuköllner Politikerin beteiligt?

„Thanks, Bomber Harris“. Diese Losung, die selbst für nicht-englischsprachige Leser verständlich ist, malte sich eine Berliner Aktivistin auf ihren nackten Oberkörper und posierte so jubelnd am Dresdner Elbufer – und verhöhnte damit gut 25 000 Tote. Ihr Gesicht versteckte sie mit Mütze und Schal.

Der Hintergrund des Skandals: In vier Angriffswellen flogen vom 13. bis 15. Februar 1945 (also exakt vor 69 Jahren) alliierte Bomber Luftangriffe auf die sächsische Metropole. Die Innenstadt sowie die industrielle und militärische Infrastruktur wurden nahezu komplett zerstört, mehrere zehntausend Menschen starben. Angeordnet hatte das Flächenbombardements Sir Arthur Travers Harris, genannt Bomber-Harris.

Bis heute diskutieren Historiker, ob der Bombenabwurf militärisch notwendig und zweckmäßig war und ob die Luftangriffe ethisch und rechtlich als Kriegsverbrechen zu werten sind.

Was Befürworter und Gegner dieses Streits mitnichten wollen, ist die Verhöhnung der Opfer. Das, was die Femen jetzt getan haben. Nach KURIER-Informationen soll es sich bei der Halbnackten um Anne Helm, BVV-Politikerin der Piraten aus Neukölln, handeln. Gegenüber dem KURIER gibt Helm zu, in Dresden gewesen zu sein und das Foto über den Internetdienst Twitter verbreitet zu haben. Dass sie aber die Maskierte ist, bestreitet sie. Ihre Neuköllner Politiker-Kollegen sind jedenfalls empört. Der CDU-Abgeordnete Christopher Förster (27): „Dieses Verhalten ist würde- und respektlos.“