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„Ponyhof-Politik“: Grünen-Knatsch: Reaktionen auf Palmers „Bad Boy“-Auftritt

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Boris Palmer will den „Bad Boy“ spielen - jetzt hagelt es Kritik von der Parteispitze.

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Boris Palmer kündigte an, gerne den „Bad Boy“ zu machen. Gegenwind bekommt er nach seiner Aussage für eine radikalere Flüchtlingspolitik - vor allem aus den eigenen Reihen.

Der Oberbürgermeister von Tübingen hatte sich in einem Interview mit „Der Spiegel“ für einen Zaun mit Waffen an den EU-Außengrenzen ausgesprochen. „Es sind nicht die Zeiten für Pippi-Langstrumpf- oder Ponyhof-Politik“, sagte Palmer.

Aus den eigenen Reihen wird der Oberbürgermeister scharf kritisiert. Die Führung der Grünen meldete sich bei Twitter und ging auf Distanz:

So schrieb Cem Özdemir: „Boris Palmer ist ein guter OB in Tübingen, aber in dieser Frage spricht er weder für Landes- noch Bundespartei.“

Auch Volker Beck, Sprecher der Grünen, findet deutliche Worte: „Ich glaube da hat ein südwestdeutscher OB zu viel Krummelus genascht.“

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter sprach mit dem Tagesspiegel. „Wer Zäune und Mauern zur Begrenzung der Einwanderung von Flüchtlingen fordert, spielt in erster Linie rechten Hetzern in die Hände.“ Außerdem twitterte sie: „Zaun und Mauerbau ist ABM-Programm für Schlepper.“

Die Grüne Jugend postete sogar ein ziemlich sarkastisches Bild. „Palmer will Zäune und weniger Ponyhof. Wir wollen weniger Zäune und konsequenten Menschenschutz.“ Dazu eine Bildmontage: Palmers Kopf auf dem nackten Oberkörper von Wladimir Putin montiert auf einem pinken Einhorn.

(thd)