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Parkplatz-Mord: Ahaus: Getötete 28-Jährige und mutmaßlicher Täter hatten doch Beziehung

Auf einem abgelegenen Parkplatz wurde die junge Frau gefunden. Sie wurde mit zwei Kopfschüssen getötet.

Auf einem abgelegenen Parkplatz wurde die junge Frau gefunden. Sie wurde mit zwei Kopfschüssen getötet.

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dpa (Symbolfoto)

Ahaus -

Ermittler erfahren pikante Details im Mord an einer jungen Frau: Die am Samstag in der Nähe von Ahaus erschossene 28-Jährige und der mutmaßliche Täter (52) hatten entgegen erster Annahmen vor längerer Zeit offensichtlich doch eine Beziehung. Dies hätten Befragungen ergeben, teilte die Polizei Münster am Montag mit.

Opfer und Täter waren mal ein Paar

Der Mann hat sich den Ermittlungen zufolge nach der Tat selbst getötet.

„Wir gehen aufgrund von Aussagen und Indizien davon aus, dass sich Opfer und Täter näher kannten und auch zumindest eine kurze Beziehung miteinander hatten“, sagte Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux laut der Mitteilung.

„Allerdings liegt dieses Zusammensein längere Zeit zurück.“ Bereits am Sonntag hatte die Polizei mitgeteilt, dass der 52-Jährige verheiratet gewesen sei, jedoch in einer anderen Beziehung gelebt habe.

Er hatte nach den bisherigen Ermittlungen am Samstag den Feierabend der Frau auf einem Parkplatz in Ahaus abgepasst. Er zwang sie, sich in ihr Auto zu setzen.

Dann fuhr er mit ihr zu einem Parkplatz an einer Landstraße. Dort schoss er ihr mit einer Pistole mehrfach in den Kopf. Dabei habe der Mann hinter der Frau gesessen, berichtete Oberstaatsanwalt Heribert Beck.

Illegaler Waffenbesitz

Die Pistole soll er sich illegal besorgt haben.

„Er hat weder einen Waffenschein noch eine Waffenbesitzkarte“, sagte Beck weiter.

Rettungskräfte und Angehörige hatten das Auto mit den beiden Leichen am Samstagabend gegen 23.20 Uhr an der Landstraße entdeckt.

(dpa/pz)


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