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Jacht-Mumie: „Dr. Made“ plaudert bei Markus Lanz über Leichen und Essen

Marc Benecke bei Marcus Lanz

Der Kölner Kriminalbiologe Dr. Marc Benecke alias „Dr. Made“ plauderte bei TV-Talker Marcus Lanz über Leichen und eine mysteriöse Mumue

Foto:

imago/Future Image

Köln/Mainz -

Eine einsame Jacht schippert vor den Philippinen mit zerbrochenem Mast durchs Meer, am Funkgerät sitzt eine weiße, starre, mumifizierte Leiche… Was ist da passiert?

Der Kölner Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke (45, untersuchte rund 1000 Leichen) erklärte Dienstagnacht in der TV-Show von Markus Lanz (46), warum der Körper des deutschen Weltumseglers (Todesursache unklar) so gut erhalten war. Das Gespräch war spannend, eklig, makaber…

Frische Luft sorgt für Mumien-Effekt

Benecke erklärt, dass die frische Seeluft den Mumien-Effekt ausgelöst hätte: „Es reicht einfach, dass warme Luft vorbeistreift und mit der warmen Luft das Wasser aus dem Körper abtransportiert wird.“

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So "mumifiziert" sah die Leiche des Seglers aus.

Foto:

AP

Bakterien, die auf die Zersetzung des Körpers spezialisiert sind, die mögen es feucht. Wenn man schnell austrocknet, ist für diese Leichenerstbesiedler, auch für die Insekten, nichts zu holen.  Das ist, als wenn wir eine staubtrockene Wolldecke essen wollten.“   

Die Feuchtigkeit des Wassers, das den Schiffsboden bedeckte, hätte einen „Schimmelrasen“ auf der Leiche ausgelöst.

Beneckes bizarre Geschichten

Benecke, in Fahrt gekommen, erzählt plötzlich die bizarre Geschichte von einem buddhistischen Mönch: „Der hat sich in eine Gebetskiste gesetzt, zugemacht und gesagt: macht die in 20 Jahren wieder auf!“

Als die Mönche den Sarg öffneten, habe sich ihnen ein erstaunlicher Anblick geboten: Durch das eigene Körperwasser wurde der Mönch zu einer Wasserleiche: „ Nur ganz oberhalb gab es eine leichte Mumifizierung, der Rest ist in eine normale Fäulnis- und Fettwachsbildung übergegangen.  Da konnte die Luft nicht genügend vorbeistreifen, weil die Kiste zu dicht war.“

„Dr. Made“ macht seinem Ruf alle Ehre

Nicht genug: Abschließend verdarb Benecke auch noch Millionen Menschen den Appetit!

Dr. Made erklärte: „Viele tun so, als ob das gruselig ist, dabei essen wir Leichengewebe. Gulasch sind ja Leichenmuskelwürfelchen. Kotelett ist Leichenknochen mit Leichenmuskel.“

Und: „Schweinebeine, die vertrocknen, die man als Schinken in dünne Scheiben schneidet, das ist Mumiengewebe.“

Lanz, perplex von dem makaberen Vortrag Beneckes, sagte abschließend: „Mit dem, was sie erzählt haben, haben sie mehr für die Bewegung der Vegetarier getan als jeder andere jemals davor. Es ist Wahnsinn!“

Und er betonte: „Meinen Schinken morgen werde ich direkt wieder abbestellen…“



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