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Chicago: US-Polizist erschießt schwarzen Teenager - jetzt verklagt er den Toten

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Ein US-Polizist verklagt einen erschossenen Teenager, weil er traumatisiert sei nach dem Einsatz. (Symbolfoto)

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imago/ZUMA Press

Chicago -

Wie krass ist das denn: Bei einem Routine-Einsatz erschießt ein US-Polizist einen schwarzen Teenager in Chicago. Jetzt klagt der Beamte: Er sei traumatisiert und fordere Geld aus dem Nachlass des toten 19-Jährigen.

Gemeinsam mit Kollegen wurde Polizist Robert R. am 26. Dezember zu einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt gerufen. Medien berichten über den Tathergang: Der Vater des Teenagers rief die Cops, weil der 19-Jährige psychische Probleme hatte und ihn mit einem Baseball-Schläger bedrohte.

In der Wohnung angekommen, schoss Robert R. sechs Mal auf den Teenager. Ein Schuss ging durch den Körper durch und traf eine 55 Jahre alte Nachbarin und Mutter von fünf Kindern. Auch sie starb.

Die Familie des Toten verklagte die Polizei, da ihr Sohn keine Waffe besessen und damit keine Gefahr dargestellt habe.

Der Anwalt des Polizisten erklärte, dass es sich um eine Gegenklage handele. Weil Robert R. auch die Nachbarin getötet habe, sei er traumatisiert.

Übermäßige Gewalt weist der Anwalt ab – schließlich habe sein Mandat nur sechs der 16 Kugeln abgefeuert.

(thd)