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Nahost-Konflikt: Ein Bild erobert die Sozialen Netzwerke

Dieses Bild ist Markenzeichen der pro-palästinensischen Bewegung im Netz.

Dieses Bild ist Markenzeichen der pro-palästinensischen Bewegung im Netz.

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Facebook

Im Nahen Osten tobt ein Krieg, so blutig, wie lange nicht mehr. Israelische Angriffe forderten nach palästinensischen Angaben in den letzten Tagen über 100 Tote im Gazastreifen. Auf der anderen Seite werden aus den Palästinenser-Gebieten immer wieder Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die Regierung in Tel Aviv hat deshalb weitere Bodentruppen an der Grenze zum Gazastreifen zusammengezogen, 33.000 Reservisten wurden mobilisiert.

Der Konflikt hat sich auch längst in die Sozialen Netzwerke übertragen. Bei Twitter kursieren Bilder von zerstörten Gebäuden oder toten Kindern, versehen mit Hashtags wie #freepalestine, #prayforpalestine, #freegaza, #israelunderattack oder #operationprotectivedge.

Dabei mischt sich unter berechtigte Wut und Trauer auch immer wieder Propaganda. Wie die BBC berichtet, sind viele der Aufnahmen nicht in Israel oder dem Gazastreifen, sondern in Syrien, oder im Irak entstanden.

Die palästinensische Stimme im Netz

Bei Facebook entfacht mittlerweile in den Kommentaren von fast allen häufig geteilten Beiträgen eine Debatte um den Nahost-Konflikt. Initiatoren sind meist in Deutschland lebende Muslime, die die Menschen in Palästina unterstützen.

Ihr Markenzeichen ist ein einheitliches Profilbild: Einem Gesicht, bemalt mit der Flagge Palästinas, wird der Mund von einer israelischen Hand zugedrückt.

Das Bild ist Ausdruck der Meinung der Bewegung: Die palästinensische Stimme gehe in der internationalen Berichterstattung unter - deshalb solle sie wenigstens im Netz Gehör finden.

In Köln treffen sich die Anhänger am kommenden Freitag zu einer großen Kundgebung auf der Domplatte. Bei Facebook hatten eine Woche vorher bereits über 3000 Personen ihre Teilnahme zugesagt.

(ckr)