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Einsatz bestätigt: Mit Hightech-Schiff! BND schnüffelt im Mittelmeer

Die „Oker“ spioniert vor der syrischen Küste im Mittelmeer.

Die „Oker“ spioniert vor der syrischen Küste im Mittelmeer.

Foto:

dpa

Berlin -

Deutschland spielt im Bürgerkrieg in Syrien offenbar eine größere Rolle als bislang bekannt. Ein deutsches Marineschiff schnüffelt im Mittelmeer für die syrischen Rebellen.

Das Flottendienstboot „Oker“ kreuzt vor der Küste Syriens. An Bord: Modernste Spionagetechnik des Bundesnachrichtendienstes (BND).

Damit können Truppenbewegungen des syrischen Diktators Baschar al-Assad bis zu 600 Kilometer tief im Landesinneren beobachtet werden. Über amerikanische und britische Geheimdienste sollen die Informationen auch an die syrischen Rebellen gelangen.

Weitere BND-Agenten sind in dem türkischen Adana stationiert. Von dort aus sollen sie Telefonate und den Funkverkehr in Syrien belauschen. Zudem habe der Geheimdienst Kontakt zu Quellen im direkten Umfeld des Assad-Regimes. „Kein westlicher Geheimdienst hat so gute Quellen in Syrien wie der BND“, lobt ein US-Spion die Deutschen.

Die Bundesregierung bestätigte einen „BamS“-Bericht, dass die „Oker“ mehrere Monate lang im östlichen Mittelmeer eingesetzt wird. Um ein Spionageboot handele es sich aber nicht. Zum Einsatz von BND-Agenten und Spionagetechnik auf dem Schiff wollte sich die Regierung nicht äußern. Da das Boot unbewaffnet ist, ist die Mission legal und der Bundestag muss nicht informiert werden.

Intern feiern Bundesregierung und BND die Rolle Deutschlands im Syrien-Konflikt: „Wir können stolz darauf sein, welchen wichtigen Beitrag wir zum Sturz des Assad-Regimes leisten“, so ein BND-Mann.