Oje, Schumi, wie soll das nur weitergehen? Wir dachten, der Fluch wäre gebrochen, die Pechsträhne endlich durchtrennt. Nix da! Jetzt packt ihn die BudaPest!
Schumacher zeigt in Ungarn Fettnäpfchen-Weitsprung statt Formel 1. Im verregneten Training crasht der „Regengott a. D.“ Seine Ausrede: „Mir ging die Straße aus. Das war ein bisschen komisch.“ Im Qualifying schafft er nur den 17. Startplatz und gibt Pastor Maldonado die Schuld: „Der hat mir Dreck auf die Straße geschleudert und die Runde kaputt gemacht.“
Das Rennen ist Slapstick pur! Am Start zu seinem 299. Grand Prix parkt Schumi falsch ein. Wie ein Anfänger steht er nicht korrekt in seiner Start-Box. Rennleiter Charlie Whiting muss den Start abbrechen. Zur Vertuschung des peinlichen Fauxpas stellt Schumi den Motor ab. Und er jammert über Funk: „Da blinken so viele Lichter.“ Das Feld muss noch mal in die Startaufstellung.
Schumis Mercedes wird von Streckenposten in die Boxengasse geschoben. Start als Letzter. Später gibt er vor: „Ich habe vorsichtshalber den Motor abgeschaltet, weil er sehr heiß war und es am Start ein Problem gab.“ Kann man so sagen.
Aber weiter geht’s mit den aberwitzigen Pannen. Plattfuß! Schumi: „Als der Plattfuß nach dem Start aus der Boxengasse erfolgte, war eigentlich schon klar, dass das Rennen gelaufen war.“ Nach dem Reifenwechsel wird er auch noch in der Boxengasse geblitzt. Wusste er nicht, dass das Tempolimit dort von 100 auf 60 km/h gesenkt wurde? Folge: Durchfahrtsstrafe! Dabei beachtet er das Speedlimit.
Danach kämpft er sich vor bis auf Rang 18. Doch schon in der 34. Runde wird er von Sieger Lewis Hamilton überrundet – eine Demütigung für den Altmeister. In der 60. Runde lenkt er sein Auto in die Garage: Aufgabe aus taktischen Gründen, damit er für sein 300. Rennen in Spa (2. September) ein frisch überholtes Auto bekommt.
Schumi gibt zu: „Wir hatten am Anfang eine Überhitzung, dann keine Telemetriedaten mehr für einige Zeit im Rennen. Wir haben aufgegeben, weil wir so den Motor und einige andere Sachen bis zum nächsten Rennen ohne Strafe wechseln können.“ Was für ein Desaster!
Aber Schumi schiebt die Schuld auf seinen Mercedes: „Wir haben das ganze Wochenende relativ gut sehen können, dass wir nicht konkurrenzfähig sind.“ Sein Teamkollege Nico Rosberg fährt von Startplatz 13 immerhin auf zehn vor. Schumi hakt die BudaPest ab: „Gewisse Rennen muss man einfach so hinnehmen, andere waren positiv für uns, und jetzt ist es eben nicht so gut gelaufen.“
Doch wie soll es in seinem „Wohnzimmer“ Spa besser werden? Schumi: „Am besten ist es, wenn das Auto schneller wird. Die Antwort ist nicht so leicht, wie sie klingt. Wie im Schwabenländle gilt es jetzt: Schaffe, schaffe, Häusle baue.“ Ob das dem englischen Team um Ex-Superhirn Ross Brawn wirklich Beine macht?

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