Als Mark Webber den neuen Red Bull RB8 um 11.53 Uhr zu seiner Jungfernfahrt in Jerez aus der Box rollte, nutzte Sebastian Vettel die Zeit in seiner Wahlheimat Schweiz, um an seiner Fitness arbeiten.
Erst am Donnerstag wird der Doppel-Weltmeister selbst in sein neues Cockpit klettern und die ersten Runden abspulen.
Dann hat der 24-Jährige den Titel-Hattrick im Visier: „Natürlich ist das mein Ziel, denn es wäre nicht natürlich zu sagen, mal will schlechter werden“, sagte Vettel, dem die grandiose Saison 2011 auch zusätzliche Kraft gibt: „Eins muss klar sein, das letzte Jahr war ein ganz besonderes. Im Winter haben wir Zeit gehabt, zu verstehen, dass so etwas nicht alle Jahre passiert. Die Erinnerung kann uns keiner nehmen, die bleibt immer.“
Die Konkurrenz will die Bullen nach zwei Jahren wieder vom Thron schubsen. Das bewiesen sie zum Auftakt. Mit viel Power gingen Vize-Weltmeister Jenson Button im McLaren, Ferrari-Pilot Felipe Massa oder Rückkehrer Kimi Räikkönen im Lotus auf die Strecke.
Dagegen kam Webber erst drei Stunden später als die Konkurrenz auf die Strecke, da ein Heckflügel nicht rechtzeitig angekommen war. Das Bauteil sollte kurzfristig eingeflogen werden, Nebel in Jerez verzögerte aber die Landung.
Räikkönen legte in der ersten Session die schnellste Runde in 1:19,670 hin. Hinter Paul di Resta folgte auf Platz drei Nico Rosberg (+0,549). Dabei absolvierte der Mercedes-Pilot die Testtage wie Michael Schumacher im Vorjahresmodell. Der neue Bolide wird erst am 21. Februar enthüllt.
„Wir sind im Aufholprozess und brauchen deshalb jeden Entwicklungstag“, erklärt Motorsportdirektor Norbert Haug.

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