Die Fußballer der EURO 2012 gehen häufig mit gutem Beispiel voran. Sie zeigen Einsatz, Fairness, Spielfreude, unverstellte Emotionen und vieles mehr. Manchmal sind sie aber auch ein ganz schlechtes Beispiel. Einige Fußballer-Frisuren erfüllen den Tatbestand der Körperverletzung.
Nehmen wir Cristiano Ronaldo, den portugiesischen Stürmerstar. Der wechselt pro Spiel sogar mehrfach seine Gel-Frisur: Vor der Pause im Igel-Look, nach der Pause aalglatt nach hinten gegelt – in wenigen Sekunden vom Edel-Punk zum BWL-Absolventen mit FDP-Parteibuch!
Das hat sogar im krisengeschüttelten Portugal die Nachfrage nach Gel in die Höhe schnellen lassen, und in endlosen Internetforen wird erörtert, wie er das nur anstellt (mit noch mehr Gel und einem Kamm, lautet die Antwort, um auch mal den Servicecharakter dieser Kolumne zu betonen)?!
Negative Konsequenzen bleiben nicht aus: Einige junge Männer sollen die Technik mittlerweile adaptiert haben und im Liebesspiel anwenden! Während des Vorspiels tragen sie die eine Frisur, und verschwinden vor dem Hauptakt noch mal kurz im Badezimmer ...
Cathy Fischer, Freundin von Mats Hummels
Foto: dpaAusgerechnet Promi-Friseur Udo Walz, bisher nicht als Fußball-Experte in Erscheinung getreten, liefert den berechtigten Einwand, dass er Fußballer-Gel kritisch sehe, da Kopfbälle leichter verrutschen könnten!
Sollte also den Spaniern vor dem Match gegen die Portugiesen ein Präsentkorb mit ausreichend Gel für die ganze Mannschaft und der Bedienungsanleitung für den „Ronaldo-Geschleckt-Look-für-Alle“ zugegangen sein, sind die Absichten dahinter vielleicht nicht nur gut gemeinte ...
Kabarettist Chin Meyer schreibt jeden Mittwoch und Sonnabend im KURIER

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