Das sollte uns Männern doch zu denken geben. Den meisten Frauen ist Fernsehen nämlich wichtiger als der Sex mit dem Partner. Peinlich? Oder ist es dem „guten“ TV-Programm geschuldet?Eine Antwort darauf gibt die Umfrage der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zwar nicht. Doch die Zahlen sind erschütternd genug: 57,6 Prozent der Frauen würden lieber ein Jahr lang auf Sex verzichten denn auf „Sex and the City“ im Fernsehen (42,4 Prozent). Bei den Männern ist es umgekehrt – für 61,6 Prozent sind „Tatort“ und Co. eher verzichtbar als Erotik (38,4 Prozent).
Ähnlich sieht es aus, wenn man die Bundesbürger vor die Wahl „Sex oder Süßigkeiten“ stellt: Fast die Hälfte der Frauen (46,8 Prozent) legt weniger Wert auf Sex, wenn als Alternative Schokolade oder Gummibärchen angeboten werden (53,2 Prozent). Bei den Männern wählten demgegenüber auf die Frage, welches der beiden Dinge für sie eher verzichtbar wäre, nur 21,6 Prozent den Sex und 78,4 Prozent die Süßigkeiten.
1. Auf die Länge kommt es an
Je länger der Penis, desto größer das Lustempfinden für die Frau – so einfach ist das nicht. Einfacher zum Orgasmus kommen Frauen in der Regel ohnehin durch die Stimulation der Klitoris. Wichtiger als die Länge ist eher der Umfang des männlichen Geschlechtsteils. Der Durchschnittspenis ist übrigens laut einer Studie erigiert 14,48 Zentimeter lang bei 3,95 Zentimetern Durchmesser.
Foto: dpa„Da wird ein Klischee bestätigt“, sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung. Allerdings, das zeigten die Erfahrungen aus Befragungen zum Thema Sexualität, neigten Männer hier zu Übertreibungen.
Interessant auch die Zahlen, wenn die Fragen nach Bildung oder Alter aufgeschlüsselt werden. Die Mehrzahl der Befragten (Männer und Frauen gemeinsam) mit Haupt-/Volksschule würde lieber ein Jahr auf Sex verzichten (60,5 Prozent) als auf Fernsehen (39,5 Prozent). Bei Abitur oder Studium sieht es ganz anders aus. Auf Sex würden nur 33,5 Prozent verzichten – auf TV dagegen 66,5 Prozent.
Sich zum Sex verabreden
Machen Sie mit dem Partner wenigstens ein Mal pro Woche eine feste Verabredung zu einem lustvollen Miteinander. Statt am Wochenende Freunde zu treffen oder ins Kino zu gehen, gehen Sie ins Bett – für zwei bis drei ungestörte Stunden. Und lassen Sie sich gegenseitig überraschen.
Bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahre wird lieber gezappt als gepoppt. 79,6 Prozent könnten auf Sex verzichten, aber nur 20,4 Prozent aufs Fernsehen. Bei 18- bis 24-Jährigen sieht das Bild fast exakt anders aus. Na ja, wenn die Hormone schießen...
Bei 50- bis 64-Jährigen steht das Verzichtsverhältnis etwa 50 zu 50. Ab 65 Jahren schlägt der Pendel aber kräftig aus – Richtung Glotze. 85,7 Prozent würden lieber ein Jahr auf Sex verzichten als auf TV (14,3 Prozent). Fazit: Der Satz „mit 66 fängt das Leben erst an“ kann so nicht stimmen...

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