Da staunt Otto-Normal-Verbraucher aber! Billig, billiger, Lidl? Von wegen! Der „Lidl-Check“ in der ARD am Montag beweist: Dass Läden wie Rewe oder Edeka deutlich teurer sind als angebliche Billig-Discounter, ist nur ein Vorurteil.
„Markencheck“ heißt die ARD-Reihe, die populäre Unternehmen auf den Prüfstand stellt. Diesmal kam Lidl an die Reihe – und 6,3 Millionen Deutsche sahen zu. Damit hat die Verbrauchersendung sogar „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch abgehängt. Überraschend. So wie manche Ergebnisse.
Die Meinung der Kunden ist eindeutig: Sie glauben fest daran, bei Lidl mehr für’s Geld zu bekommen. Wirklich? Testkäufer greifen bei Lidl, Netto, Edeka und Rewe zu 35 Produkten des täglichen Bedarfs. Alle gleich. Um wieviel teurer wird’s wohl bei Edeka oder Rewe sein? 10 Euro? 20 Euro? Dann der staunende Blick auf die Kassenbons: 51,87 Euro – so viel hat’s bei Lidl gekostet. Und bei Rewe? 53,57 Euro – also nur 1,70 Euro mehr. Und Edeka war sogar nur 1,15 Euro teurer! Hätten Sie das gedacht? Noch erstaunlicher das Ergebnis bei den Eigenmarken wie „ja“ oder „gut & günstig“: Ob bei Aldi, Rewe oder Lidl – der Kunde zahlt überall den gleichen Preis – und zwar auf den Cent genau!
Ergebnis: Der Preisvorteil von Lidl wird überschätzt. Nur bei Sonderaktionen ist manches wirklich billiger.
Wie endlos sind die Schlangen an der Kasse? Wie schnell gibt’s bei der Kassiererin Kleingeld für den Einkaufswagen? Hier liegen Aldi-Nord und -Süd vorn. Aber nur knapp.
Bei der Laboruntersuchung wird in einer Lidl-Paprika zwar ein Pflanzenschutzmittel entdeckt. Aber in so geringen Mengen, dass keine Gesundheitsgefahr besteht. Insgesamt schneidet Lidl genauso gut ab wie Aldi-Süd und hängt Aldi-Nord sogar ab.
Unvergessen sind Mitarbeiterbespitzelung und Berichte über Mobbing bei Lidl. Geändert hat sich nur wenig. Auch heute haben lediglich zehn von 3300 Filialen einen Betriebsrat. Immer noch müssen Mitarbeiter unbezahlt Überstunden leisten.
Und die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferfirmen in der Dritten Welt? Schlimm! Eine Näherin aus Bangladesh erzählt, dass sie 30 Euro im Monat bekommt. Dafür arbeitet sie sechs Tage die Woche zwischen zehn und 16 Stunden. Und kann nicht einmal ihrem Sohn das Schulgeld zahlen.

Es gibt viele unangenehme Arten von Mitarbeitern: Ob Bildungs-Blender, oder Status-Fetischist, sie alle arbeiten auf Kosten ihrer Mitmenschen. Bestsellerautor Roman Maria Koidl entlarvt diese aber jetzt in seinem neuen Buch. Mehr...
Der menschliche Kaffeeträger als Physik-Experiment. Der Wissenschaftler Rouslan Krechetnikov und seinen Studenten Hans Mayer nahmen sich nun dem weitverbreiteten Phänomen des Verschüttens von Kaffee in einer Studie an. Mehr...
