Verbraucherschützer warnen eindringlich vor dem Neukundenbonus von Flexstrom. Der Energieriese zahlt ihn nämlich erst, wenn Kunden ihren Vertrag verlängern. Das ist Bauernfängerei, urteilten Gerichte.
Prämien sind ein beliebtes Lockmittel, mit denen Energieanbieter Kunden werben. Flexstrom versichert im Kleingedruckten, dass der Bonus nach 12 Monaten erstattet wird. Doch das Geld fließt erst nach einem weiteren Vertragsjahr. Gegen diese Praxis ist selbst die neue Schlichtungsstelle Energiemachtlos.
Der größte Berliner Stromanbieter Vattenfall Europe hebt die Strompreise für seine 1,6 Millionen Haushaltskunden in Berlin an. Der Basis-Tarif wird für Privatkunden um 7,4 Prozent teurer. Bei Online-Privatkunden liegt der Aufschlag sogar bei 8,8 Prozent und bei Gewerbekunden bei 6,43 Prozent. Die höheren Preise begründet das Energieunternehmen mit den gestiegenen Kosten für die Nutzung der Stromnetze und die Einspeisung von Ökostrom.
Die Berliner Gaswerke (Gasag) erhöhen den Gaspreis zum 1. Februar um 0,6 Cent pro Kilowattstunde.
„Wir hatten letztes Jahr 3.000 Beschwerden zu Flexstrom, davon 2.200 zum Bonus“, sagt Jürgen Scheurer von Verivox. Das Vergleichsportal rechnet deshalb den Bonus konsequent raus.
Ein Tipp der Berliner Verbraucherzentrale: Der Preis ist nicht alles. Auch Kundenservice wie gute Erreichbarkeit und prompte Erledigung von Reklamationen sind wichtig. Eine weitere Hilfe sind Kundenbewertungen in Internetforen. BACH

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