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Nie wieder arbeiten: Alles über das indizierte Album „NWA“


Bushido und Shindy im Video zu „Stress ohne Grund“. Der Song erschien auf Shindys Album „NWA“, was in diesem Fall für „nie wieder arbeiten“ steht.
Bushido und Shindy im Video zu „Stress ohne Grund“. Der Song erschien auf Shindys Album „NWA“, was in diesem Fall für „nie wieder arbeiten“ steht.
Foto: Screenshot
Berlin –  

Bushidos Hass-Lied auf dem Index: Damit wird auch das Album „NWA“, auf dem der Song erschien, aus dem Verkehr gezogen. Amazon bietet es bereits nicht mehr an, auch Media-Saturn wollte es umgehend aus dem Verkauf nehmen. Nur Volljährige dürfen die CD noch unter der Ladentheke erwerben. Aber die können mit den Themen der 14 Tracks eh nichts anfangen ...

„NWA“-Macher Shindy heißt bürgerlich Michael Schindler, ist 24 und stammt aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen. Er lässt sich jetzt einen Bushido-Bart wachsen, kopiert dessen Gestik und Mimik. Auf „NWA“ rappt Shindy über Sex und Schule, über blonde Bitches und „Breaking Bad“.

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Durch die Indizierung wird das Album für die minderjährige Zielgruppe spannend. Dabei ist es, abgesehen von „Stress ohne Grund“, ziemlich langweilig. Die Melodien klingen wie eine schlechte Cro-Kopie, die Texte sind teils sogar schnulzig-brav („Oma“).

Sie zeigen, dass Shindy seine Schulzeit wohl noch nicht ganz überwunden hat: „Meine Deutschlehrerin hat gemeint, dass ich’s nicht packe, zwei Wochen später saß die Schlampe in der Klapse.“ Oder: „Schöne Grüße an den Hurensohn von Mathelehrer.“ Ziemlich treffend hält Shindy fest: „Ich gehe aufs Gymnasium, doch benehme mich wie ein Sonderschüler.“

Bushido hat nur Gast-Auftritte, fragt in einem Lied: „Wann erwische ich Lanz ohne Bodyguard?“ Markus Lanz hatte ihn in seiner Talkshow nämlich mal bloßgestellt und Bushido ist deswegen bis heute so richtig böse auf ihn.

Pubertierende finden die Songs vielleicht eine Zeit lang cool. Wenn die Sommerferien vorbei sind, hat sich der Hype aber vermutlich schon wieder erledigt. Dann ist „NWA“ nur noch eine CD, die mal in den Charts war – und vom beschränkten Horizont ihrer Macher zeugt. SKA

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