Ein wilder Kerl ist er anscheinend nicht nur auf der Kino-Leinwand: Wilson Gonzalez Ochsenknecht (22) war in einem Opel unterwegs, als ihn Polizisten aus dem Verkehr zogen. Da war seine Pappe bereits seit Monaten weg! Jetzt muss er vor den Richter.
Der Prozess am 7. Januar: Der Ochsenknecht-Spross hatte ihn mit Einspruch gegen einen Strafbefehl erzwungen, den ihm die Justiz ins Haus geschickt hatte. 3000 Euro Strafe sollte der Schauspieler („Die wilden Kerle“) und Sänger wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zahlen. Er aber wehrte sich.
Als Autofahrer soll Wilson Gonzalez Ochsenknecht zügig Punkte in Flensburg kassiert haben. Im Herbst 2011 war es mit der Fahrerlaubnis schließlich vorbei – „unanfechtbar“ seit dem 29. November 2011 durch das zuständige Landesamt entzogen. In so einem Fall muss man erst warten, dann den Lappen neu machen. Am 7. März um 18.40 Uhr aber sollen ihn Polizisten auf der Hauptstraße (Schöneberg) erwischt haben.
Erst ein schnittiges Überholmanöver. Ein Opel Insignia zog an einer Limousine vorbei. Das Pech: Polizisten in Zivil saßen in dem Wagen. Sie stoppten den Opel, verlangten vom Fahrer die Papiere. Er zeigte wohl welche. Die Beamten aber sollen erstaunt festgestellt haben: Der Lappen war längst nicht mehr gültig. Bei der Behörde wartete man seit Monaten darauf.
Für den Prozess sind die beiden Beamten als Zeugen geladen. Ob Wilson Gonzalez Ochsenknecht persönlich erscheinen oder sich nur anwaltlich vertreten lassen wird, ist offen. KE.
Die Polizei hat bei einem Pärchen aus der Berliner Neonazi-Szene rund 1500 Aufkleber mit rechten Parolen beschlagnahmt. Der 23-jährige Mann und seine 22 Jahre alte Freundin waren zuvor beobachtet worden, wie sie die Sticker im Ortsteil Johannisthal an Verkehrszeichen und Hinweistafeln klebten. Weil sich die Parolen nicht richtig entfernen ließen, wurden die beiden der Sachbeschädigung beschuldigt. Wie die Polizei am Samstag weiter mitteilte, erwirkte sie daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss und beschlagnahmte die Aufkleber und andere Beweismittel. Der Mann steht im Verdacht, seit dem vergangenen Herbst für mehrere rechtsmotivierte Sachbeschädigungen verantwortlich zu sein.

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