Sie sind nicht nur wütend, sie können auch spielen. Beim Kampf gegen die Schließung des Jugendclubs „ABC-Rocks“ in Köpenick gaben Musikstars aus dem Osten ein Soli-Konzert. Spontan stellte sich auch Peter Meyer (72) von den Puhdys auf die Bühne, rockte mit Keyboard gegen das drohende Aus der Einrichtung.
Dabei kam’s zu einem Fast-Debüt. Erst zum zweiten Mal spielten Meyer, sein Sohn Hendrik Röder (44, Bell Book + Candle) und Enkel Tom Groß (21, Consin) in einer Band vor Publikum. Meyer: „Eigentlich wollte auch Dieter Birr kommen, der musste wegen der Produktion unserer neuen CD leider ins Studio.“ Vier Songs spielte die einmalig zusammengestellte Gruppe, zu der auch Thomas Glatzer („Twelve Strings“) gehörte. Dann gab es Blitzgewitter – Abbruch!
1500 Gäste waren bis dahin auf dem Soli-Fest gezählt worden, bei dem auch vier Nachwuchsbands auftraten. Die Ostrocker von City hatten 1972 hier ihr erstes Konzert gegeben. Köpenicks Jugendstadtrat Gernot Klemm (Linke): „Wir sind gezwungen, bei Jugendeinrichtungen zu kürzen.“ Inklusive Personal kostet das ABC jährlich 263 000 Euro.
Inzwischen gab es Gespräche zwischen Klemm und Schließungsgegnern. Die machten Sparvorschläge, brachten Freie Träger als Nutzer ins Spiel. Klemm: „Bisher hat sich aber niemand gefunden, der das ABC übernehmen will.“
SCHA

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