Aus der Exzellenz wird eine Eminenz: Berlins katholischer Erzbischof Rainer Maria Woelki (55) wird heute von Papst Benedikt XVI. zum jüngsten Kardinal der Welt erhoben. Und weil das eine große Ehre für Berlin ist, fuhr der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD, katholisch) mit nach Rom zum „Konsistorium“. Woelki wird einem exklusiven Club angehören: Nur 214 Kardinäle wird es auf der Welt geben, wenn heute 22 Geistliche im Petersdom „befördert“ werden. Darunter neben Woelki der Jesuit Karl Josef Becker (83).
Woelki hatte vorher nur eine „Sorge“: Reichen die 20 Kilogramm Freigepäck? Denn in seine Koffer mussten das Erzbischofs-Ornat (Schwarz-Violett) und zwei Kardinals-Gewänder rein: Eines ganz rot für den geistlichen Auftritt, eines schwarz und rot abgesetzt für sonstige offizielle Termine. Die ganze Ausstattung besteht aus Soutane, Überwurf, Gürtel, Birett bzw. Pileolus, wie es Woelki auf dem Foto trägt . Da wird er froh sein, dass der ulkige breitkrempige Kardinals-Hut mit den Troddeln nicht mehr im Gebrauch ist.
Wowereit, dessen sexuelle Orientierung Woelki wurscht zu sein scheint, sagte zur Blitzbeförderung des gebürtigen Kölners (seit August Erzbischof): „Ein Ausdruck der hohen Wertschätzung Berlins und ganz Ostdeutschlands durch den Vatikan.“ Woelki wird unter anderem von seiner Familie und vom evangelischen Bischof Markus Dröge begleitet.
Das RBB-Fernsehen überträgt am Samstag ab 10.15 Uhr live von der „Woelki-Beförderung“. GL

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