Bounty Killer sieht aus wie ein friedlicher Reggae-Star. Aber der Mann, der 1972 als Rodney Basil Prince in Jamaika geboren wurde, ist ein Hass-Rapper. Der Musiker ruft in seinen Songs zum Mord an Schwulen auf. Er rappt: „Lasst die Schwulen im Feuer brennen.“ Trotzdem gibt Berlin ihm eine Bühne. Am 19. August will Bounty Killer in einem Club auftreten.
2008 wurde sein letzter Berlin-Gig abgesagt. Die Bundesregierung erteilte ihm damals Einreiseverbot nach Deutschland. Zu heftig sind die Texte, zwei seiner Alben sogar auf dem Index gelandet. Grünen-Politiker Volker Beck stellte Strafanzeige gegen die Verbreitung der Tonträger des Hass-Rappers.
Bei dem jetzt geplanten Konzert ermittelt der Staatsschutz. Bounty Killer soll vorab unterschreiben, keine Hass-Songs zu spielen. Bleibt nur die Frage, wie viel das Ehrenwort von jemandem zählt, der singt: „Wir entfachen ein Feuer für Euch stinkende Schwuchteln und Parasiten.“
Solche Hetz-Songs werden übrigens „Battyman-Tunes“ genannt. Traurig genug, dass es dafür ein eigenes Genre gibt.
SKA

Erst pestete der Berliner Schauspieler gegen seinen neuen Film, jetzt gegen sich selbst Mehr...

Wegschauen, pöbeln, rasen – auf der Suche nach dem Anstand: Hier die ganze Serie! Mehr...
Auf der Spur von Rockern, Araber-Clans und der Vietnam-Mafia Mehr...