Seinen letzten großen Auftritt hatte Kurt Maetzig im Januar vergangenen Jahres. Im Filmmuseum Babelsberg feierte er seinen 100. Geburtstag. Hochbetagt, aber geistig rege. Am Mittwoch ist die DDR-Regie-Legende im Alter von 101 Jahren gestorben.
Kurt Maetzig hat den DDR-Film geprägt. Er gehörte zu den Gründungsvätern von DEFA und der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg. Er entwickelte die Wochenschau „Der Augenzeuge“, sein Drama „Ehe im Schatten“ (1947) zählt zu den wichtigsten deutschen Filmen der Nachkriegszeit.
Kurt Maetzig hat Spuren im deutschen Film hinterlassen. Er drehte den ersten Science-Fiction-Film der DEFA („Der schweigende Stern“), Propaganda-Filme („Thälmann – Sohn seiner Klasse“). Aber er eckte auch an. Sein sozialismuskritischer Film „Das Kaninchen bin ich“ wurde 1965 verboten und kam erst 1990 in die Kinos.

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