Sie telefonieren mit Freiern, während nebenan die Enkel spielen. Karolina (64) und Christel (58) sind zwei Huren im reifen Alter. Und die Stars von „Frauenzimmer – Lust kennt kein Alter“. Der Film von Saara Aila Waasner (30) lief am Mittwoch im ZDF. Er klärt auf, manche verstört er. Andere regt er an...
Ihre Körper verkaufen Karolina und Christel an Männer, die oft deutlich jünger sind als sie. Nicht aus Zwang oder Not, sondern aus freien Stücken. Ihr Job ist für sie nicht nur Broterwerb, eher ein Abenteuer der Lust. In einer Szene schickt Karolina, ganz lieb und ganz Oma, ihre Enkel nach dem Jahrmarktbesuch ins Bett. Und führt eine Weile später, vor demselben Weihnachtsbaum, einen Strip-Tanz als Domina-Engel auf.
Als Lust und Laster die Hauptstadt regierten: Diese alten Fotos und Zeichnungen zeigen, wie wild es die Berliner in den 20er-Jahren trieben. Ein Amerikaner hat sie jetzt wiederentdeckt.
Foto: Index Verlag
In Karolinas Berliner Keller gibt es einen Thron, Peitschen und Ketten. An Christels Arbeitsplatz ist alles in sanftem Rot gehalten. Sie bietet „Verkehr, Französisch, kleine Rollenspiele“. Die Frauen treibt die Sehnsucht nach Freiheit und die Flucht aus dem Spießer-Leben. Mit Zuhältern oder dem Strich hatten sie nie zu schaffen.
Die Doku „Frauenzimmer“, die Regisseurin Saara Aila Waasner als Studienarbeit drehte, war schon auf der Berlinale 2010 ein Hit. Jetzt, fürs TV auf 45 Minuten gekürzt, wird der Film sicher wieder für Debatten sorgen. Seine Botschaft: Sex geht nie in Rente!
Freudenhäuser sind mehr als reine Arbeitsstätten: Wohnzimmer, Plauderecken, Rückzugsgebiete.
Foto: Kremming

Sie hatte keine Angst, dass ihr der mächtigste Mann der Welt die Show stiehlt. Trotz Obama-Rummel wagte sich Hollywood-Star Sandra Bullock (48) mit Sohn Louis (3) zu einer Stippvisite nach Berlin. Mehr...

Auch aus den größten Chaoten kann eines Tages was werden. Aber von Elyas M’Barek (31) hätte zu Schulzeiten sicher niemand gedacht, dass das noch klappt ... Mehr...
