Die DDR ist zurück! Jedenfalls in den Abenteuern des Jungpioniers Ronny aus Dresden. Zwei Zeichner des „Mosaik“ haben ihn erfunden, nachträglich als einzigen Ost-Superhelden aller Zeiten. Für sie ein Trip in ihre Kindheit.
Wenn Sascha Wüstefeld und Ulf S. Graupner losdichten, lassen sie keine Absurdität aus: Da trifft Erich Honecker auf den Surf-Rocker Cosmo Shleym, „Sänger für Frieden und Sozialismus“. Und da ist natürlich Jungpionier Ronny Knäusel selbst, der wie ein Pumuckl auf LSD aussieht. Schon auf dem Comic-Einband heißt es: „Ronny Knäusel kann sich teleportieren.“ Weshalb die Abenteuer nicht nur bei den Weltfestspielen 1973 und an der 65. POS Fritz Heckert spielen, sondern etwa auch in Malibu.
Die Berliner Wüstefeld und Graupner waren selbst bei den Jungen Pionieren und der FDJ. So fließen ihre „Erinnerungen an die Kinderzeit“ genauso in die zehnbändige Comic-Reihe ein wie ihre „ ganz persönliche Sicht auf die DDR“. Titel des Ganzen: „Das UPgrade“. Der erste Band (9,90 Euro, Zitty Verlag) ist jetzt erschienen. Die Autoren hoffen, dass Ronnys Ost-Abenteuer bald verfilmt werden – von Leander Haußmann („Sonnenallee“).
Diese Tasse mit „Mitropa“-Logo gehört zum Gaststätten-Geschirr Rationell aus dem VEB Porzellanwerk Colditz.
Foto: Uhlemann
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