Eine Frau Mitte 40 verführt einen 15-Jährigen, hat Sex mit ihm. Genau das passiert im Film „Die Räuberin“ (ab Donnerstag im Kino). Der KURIER sprach mit Hauptdarstellerin Birge Schade (47) , die in dem Streifen den Jugendlichen Thore (Daniel Michel) um den Finger wickelt.
KURIER: Wie spielt man eine Sex-Szene mit einem „Jugendlichen“?
Birge Schade: „Natürlich macht man sich vorher Gedanken, wie es ist, mit einer Person eine erotische Szene zu drehen, die im Film erst 15 Jahre alt ist. Zum Glück wirkt Daniel Michel in seiner Erscheinung zwar wie ein Jugendlicher, ist aber eigentlich schon älter.“
Was geht einem vor solchen Szenen vor der Kamera durch den Kopf?
„Wir mussten die Einstellungen mehrmals proben, damit wir sie glaubhaft spielen können. Sich da hineinzuversetzen, war schwer für uns.“
Eine ,reifere’ Frau und ein 15-Jähriger in einer Affäre? Ist das realistisch?
„Dass zwei Menschen sich gefunden haben, sehe ich als großes Glück. Trotz der Probleme die das mit sich bringt, trotz des Altersunterschiedes. Meine Figur, die ich spiele, die Schauspielerin Tania, will ja gar keinen Seelenverwandten finden, es passiert einfach so. Nichtsdestotrotz ist sie manipulativ und berechnend.“
Sie meinen, solche Geschichten passieren wirklich?
„Ja. Vielleicht nicht oft, aber sie passieren. Immer wieder kommt es zu Lolita-Begebenheiten, auch wenn im Film die Geschlechterrollen umgekehrt sind.“
Welches Publikum soll der Film eigentlich ansprechen?
„In allererster Linie werden Frauen über 40 den Film mögen, da sie sich in Tania hineinversetzen können.“
Hier in seinem Blog beschreibt der KURIER-Reporter, was er tun musste, um dieses Interview zu bekommen.
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