Alles für den Hund: Die Berliner sollen beim geplanten neuen Hundegesetz der Stadt mitreden. Justizsenator Thomas Heilmann startete jetzt den „Bello-Dialog“, bei dem Bürger über strittige Themen wie etwa einen Hunde-Führerschein oder die Liste gefährlicher Hunderassen diskutieren sollen.
Ziel ist es, den künftigen Gesetzestext vorzubereiten. „Wir wollen eine breite Mehrheit haben, die hinter dem Ergebnis steht“, sagte Heilmann. Der Vorsitzende der Stiftung Zukunft Berlin, Volker Hassemer, sprach von einem „Projekt, das etwas ganz Neues sein kann“. Diese Form der Bürgerbeteiligung könne möglicherweise „Schule machen“. Die eigentliche Entscheidung über das neue Hundegesetz trifft aber das Abgeordnetenhaus. Wie bei jedem anderen Gesetzesvorhaben auch.
Die Biss-Statistik belegt, dass 2010 nur 26 von insgesamt 660 Attacken von Listenhunden wie Pitbulls und Bullterriern ausgingen. Mischlinge schnappten dagegen 226 Mal zu, Schäferhunde 79 Mal. Die Gesamtzahl der Biss-Attacken stieg um 30 Prozent.
Pitbull
Schon jetzt können Bürger im Internet ihre Meinung zum neuen Hundegesetz kundtun, in der kommenden Woche gibt es zudem zwei öffentliche Versammlungen in Marzahn (21.8., 16.30 - 18 Uhr, Schloss Biesdorf Stadtteilzentrum) und in Schöneberg (22.8., 19 - 21 Uhr, Rathaus Schöneberg).
Dann übernimmt eine Sondierungsgruppe die weitere Arbeit. 30 Vertreter verschiedener Interessen sollen das Gesetz diskutieren. „Von den absoluten Hundeliebhabern bis zu denjenigen, die eigentlich sagen: Hunde haben in der Stadt nichts zu suchen“, sagte Heilmann. Über ihre Beratungen wird dann im Internet berichtet. F.R.
www.berlin.de/hundegesetz-forum

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