Manche Omis klopfen Schnitzel mit einem Hammer. Brigitte Kup (62) pfeffert Hämmer lieber durch die Gegend. Ihr Rekord: 22 Meter.
Seit ihrem Ruhestand ist sie leidenschaftliche Kugelstoßerin und Hammerwerferin. „Das is’ nix für leichte Püppies“, lacht die Großmutter, als sie den Hammer aus dem Schuppen holt. „Aber das war ich noch nie.“ Top gestylt mit Lippenstift steht die zweifache Oma auf dem Leichtathletikplatz des Willi-Sänger-Stadions und schwingt die Kugel.
Im Fernsehen hat sie vor zwei Jahren die Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften gesehen: „Ich hab mich danach sofort informiert, wo ich mich in Berlin anmelden kann.“ Mit Kugelstoßen begann sie vor zwei Jahren. Heute ist sie Meisterin im Hammerwerfen von Berlin-Brandenburg, norddeutsche Vizemeisterin, und an diesem Wochenende tritt sie in Minden bei den deutschen Seniorenmeisterschaften an.
Ist Hammerwerfen wirklich die richtige Sportart für Senioren? „Warum denn nicht? Ich habe großen Spaß daran und nächstes Jahr ist die Europameisterschaft dran“, sagt die ehemalige Veterinäringenieurin.
Kup steht mit ihrer späten Leidenschaft nicht allein da. Der Landessportbund bestätigt über 95.500 aktive Senioren, die älter sind als 61. „Zweimal die Woche gehe ich ins Stadion, trainiere.“
Ab und zu ist sie allerdings wirklich Oma und geht mit ihren Enkeln (7 und 8) Eis essen oder in den Tierpark. „Die finden ihre schlagkräftige Oma richtig cool!“
Völlig unbeeindruckt von einer halben Stunde Showtraining für den KURIER, hängt Brigitte Kup das Wurfeisen dann wieder in den Schuppen. Diese Oma ist echt der Hammer!
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