Kiez&Stadt
Wir sind Berlin. Direkt aus dem Newsroom des Berliner KURIER immer die wichtigsten Nachrichten aus Berlin und seinen Kiezen und Bezirken.

Schafsköpfer!: Jetzt übernimmt der Staatsanwalt


Berlin –  

Das bizarre Köpf-Projekt an der UdK, ein Schaf, das unter einer Guillotine sterben soll. Im Internet wird per Abstimmung über Leben und Tod entschieden. Und schon über 115.000 Klicker fordern die „Hinrichtung“ des Tieres. Berliner Tierschützer stehen in den Startlöchern. Auch der Staatsanwalt hat sich eingeschaltet.

Auslöser für die Ermittlungen ist eine Anzeige der Amtstierärztin Elena Kaschubat aus Mitte. Sie ist während der Gnadenfrist, in der im Web abgestimmt wird, nicht untätig gewesen. Seit Beginn der Aktion vor drei Tagen ermittelt sie in der Sache – und hat den Vorgang nun an die Justiz weitergegeben.


Bei der Tierrechtsorganisation Peta hofft man unterdessen, dass das Ganze noch ein gutes Ende nimmt. „Oft versuchen Künstler ja, mit solchen Aktionen zu schockieren, zu provozieren. Manchmal wollen sie mit Internet-Abstimmungen über Leben und Tod sogar für den Tierschutz werben“, glaubt Bernd Hoffmann.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Tier wirklich getötet wird.“ Selbst wenn es den Künstlern Rouven Materne und Iman Rezai vielleicht auch darum geht, die mordlüsternen Internet-User vorzuführen – wenn wirklich Gefahr im Verzug wäre, das Schaf zur Guillotine geführt würde, dann stünden die Tierschützer von Peta auf dem Plan. „Wir schrecken nicht davor zurück, so ein Tier auch zu retten“, kündigt Bernd Hoffmann an.

Mehr dazu

Die Künstler berufen sich, wie berichtet, auf die Freiheit der Kunst. Nützen dürfte ihnen das wenig. In ähnlichen Fällen wurden Leute bereits verurteilt.

An der Universität der Künste distanziert man sich deutlich vom Herzlos-Projekt: „Wenn ein Tier enthauptet werden soll, ist das nicht die Kunst, die wir hier vermitteln“, erklärt Nicole Gast, die Verwaltungsdirektorin der Fakultät für Bildende Künste. Man habe untersagt, die Guillotine in UdK-Räumen aufzubauen und mit den Meisterschülern gesprochen. Auch deren Professorin Leiko Ikemura habe man gebeten, Schritte zu unternehmen Spätestens in 23 Tagen wissen wir es, ob es was gebracht hat.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Kiez&Stadt
Diana (34), ihr Bruder Daniel (37), sein Sohn Ben (12) und Oma Helga (74) Hube sitzen im DDR-Wohnzimmer. Genauso eine Schrankwand samt Radio hatten sie auch.
DDR-Zeitreise

Im Ring-Center an der Frankfurter Allee kehren die DDR-Zeiten zurück.  Mehr...

Symbolbild: Im Inernet werden die FeWos angeboten, doch dort dürfen die Fahnder nicht suchen.
Datenschutz absurd

Illegale Mietwohnungen: Bezirke dürfen auch öffentlich zugängliche Informationen nicht nutzen, um FeWo-Abzocker ausfindig zu machen.  Mehr...

Die Ziegen Paula, Emma, Berni und Susi sollen vom Tierhof Alt-Marzahn zurück zum Viktoriapark.
Viktoriapark

Ziegen in der Warteschleife: Zwar hatte die BVV beschlossen, dass die nach Marzahn verbannten vier Ziegen und vier Kaninchen unverzüglich in ihr Kreuzberger Gehege zurück sollen – doch daraus wird erst im Januar was.   Mehr...

Kiez&Stadt
72 Seiten Echt Berlin für nur 4,95 Euro!
KURIER auf Facebook
Neueste Bildergalerien
Sonderbeilagen & Prospekte
KURIER-Rechtsexperte Wolfgang Büser beantwortet Ihre Fragen zum Mietärger

KURIER-Rechtsexperte Wolfgang Büser beantwortet Ihre Fragen rund um Wohnung und Miete.

Blaulichtkurier
Krimi-Blog
Mensch Meyer - Die Kolumne von Chin Meyer
Blog - Voller Ernst von Gerhard Lehrke
Die freche Berlinerin - Kolumne von Ruth Moschner
Berliner Jobmarkt
Top Stories
Berliner KURIER
Noch mehr Bildung und Allgemeinwissen

Hier geht's zu noch mehr Bildung und Allgemeinwissen.