Für den von rund 20 Rentnern besetzten Seniorenfreizeittreff „Stille Straße“ ist Rettung in Sicht. Die Einrichtung könnte von einem freien Träger weiterbetrieben werden.
Heidi Knake-Werner, Vorstandsvorsitzende der Berliner Volkssolidarität, sagte der „taz“, ihr Verband wird wegen einer Übernahme Gespräche mit dem Bezirk und den Senioren führen. Auch die Arbeiterwohlfahrt zeigt Interesse, der Paritätische Wohlfahrtsverband bot den „Wut-Rentnern“ Hilfe der verbandseigenen „Stattbau“ an.
Pankows Sozialstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) kündigte an, ein Interessenbekundungsverfahren für mögliche Träger einzuleiten. Falls das Bezirksparlament dafür stimme. Dieses trifft sich nach der Sommerpause am 29. August. Der Finanzausschuss beschäftigt sich bereits nächste Woche mit der „Stillen Straße“. Zürn-Kasztantowicz: „Dem Bezirk dürfen bei der Übernahme durch einen Träger keine Kosten entstehen.“
Seit einem Monat halten die Rentner ihren Freizeittreff besetzt (wir berichteten). Und das soll mindestens bis zur Bezirksparlaments-Sitzung so bleiben.
Gregor Gysi macht den Rentnern in der Stillen Straße Mut. „Wenn Sie geräumt werden sollten, rufen Sie mich vorher an“, sagt er und verspricht, Briefe an den Bürgermeister und an Stiftungen zu schreiben. So soll Geld für laufende Kosten reinkommen.
Foto: Uhlemann
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